Senatorin Stoiciu tritt aus der PSD aus

Ex-Kollege Solomon reagiert mit Spitze

Senatorin Victoria Stoiciu | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Nach ihrem Austritt aus der PSD steht die Senatorin Victoria Stoiciu unter Druck. Der Chef des Kreisverbands Vaslui, der Abgeordnete Adrian Solomon, forderte sie auf, auch ihr Parlamentsmandat niederzulegen – sie müsse das schnellstens tun, „bevor ihre Prinzipien verrosten“. Etwas ernster legte er nach, dass Stoiciu auf der Liste der Sozialdemokraten gewählt worden und daher einen Sitz in Anspruch nehme, für den die Wähler einen PSD-Vertreter bestimmt hätten. Ähnlich äußerte sich auch Parteichef Sorin Grindeanu.

Stoiciu wies die Forderung zurück. Gegenüber Medien sagte sie, sie werde ihr Mandat behalten und zunächst als unabhängige Senatorin weiterarbeiten. Rumänien brauche eine Sozialdemokratie, erklärte sie, und sie sehe sich derzeit als einzige konsequente Vertreterin dieser Linie im Parlament. Die Senatorin, die früher bei dem rumänischen Ableger der SPD-nahen Friedrich Ebert Stiftung tätig war, nannte als Grund für den Austritt die Zusammenarbeit der Partei mit der AUR bei dem bereits auf den Weg gebrachten Misstrauensantrag gegen die Regierung Bolojan. Sie habe sich geweigert, den Antrag zu unterschreiben. Stoiciu warnte vor einer „Normalisierung des Faschismus“ und sprach von einer klaren roten Linie.