Bukarest (ADZ) – Medien haben in den letzten Tagen einen neuen Namen auf die Liste möglicher Technokraten an der Spitze der Regierung gesetzt: Delia Velculescu, zeitweilig Chefin der IWF-Mission, die zusammen mit EU-Kommission und Europäischer Zentralbank als sogenannte Troika Griechenland aus der Schuldenkrise retten sollte. Die Reaktionen der Parteien fielen eher skeptisch aus.
PSD-Vize Lia Olguța Vasilescu sagte, sie kenne die Ökonomin nicht, werde aber jemand, der den gleichen Kurs fahren will wie Ilie Bolojan, nicht unterstützen. Der Premierminister sollte über die Realität in Rumänien Bescheid wissen, forderte Vasilescu. Von den Liberalen wollte sich Senator Daniel Fenechiu nicht festlegen. Über die „beachtenswerte Frau“ haben er und seine Kollegen nur aus Berichten gehört, in der PNL würde eh nur der Vorstand entscheiden.
Aus der USR zeigte sich der frühere Wirtschaftsminister Claudiu Năsui eher ablehnend – man brauche nicht jemanden, der wieder Steuern erhöht. Außer Velculescu, die in den USA studierte und gegenwärtig die IWF-Mission in Südafrika leitet, wurden die Präsidialberater Radu Burnete und Eugen Tomac als mögliche Chefs von Technokratenregierungen genannt.





