Bukarest (ADZ) – Rumänien sei derzeit nicht von Versorgungsproblemen bei Treibstoffen betroffen und Unternehmen beziehen Kraftstoffe zu Preisen auf Niveau der internationalen Märkte, teilte die Präsidialverwaltung nach einem Treffen am Montag mit. Präsident Nicușor Dan kam mit Premier Ilie Bolojan (PNL), Energieminister Bogdan Ivan (PSD), Verkehrsminister Ciprian Șerban (PSD) sowie Vertretern der Ölkonzerne OMV Petrom und Rompetrol zusammen, um über die Versorgung mit Rohöl und Kraftstoffen vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen nach der Schließung der Straße von Hormus zu diskutieren.
Die Teilnehmer vereinbarten einen ständigen Austausch zwischen Staat und Branche, um die Lage genau zu beobachten und bei Bedarf schnell zu reagieren. Die Behörden setzen dabei auf abgestimmtes Vorgehen und Vorsicht, um Stabilität zu sichern.
Alt-Präsident Traian Băsescu forderte derweil, dass Europa auch über eine mögliche Rationierung von Treibstoff nachdenken sollte. Entscheidend sei weniger der Preis als die Sicherung ausreichender Vorräte. Der Ölpreis zog Anfang der Woche vor dem Hintergrund des andauernden Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran weiter an.
Spritpreis-Entwicklung in Rumänien uneinheitlich
Die Treibstoffpreise in Rumänien fluktuieren derzeit, beeinflusst einerseits vom Ölpreis, andererseits von in Kraft getretenen Steuerreduzierungen. Am Dienstagvormittag kostete normales Diesel um die 10 Lei pro Liter, vereinzelt gab es an Tankstellen auch Preise leicht unter 10 Lei. Laut Medienberichten sind unter niedrigeren Akzisen Dieselpreise am Dienstag zunächst um 0,3 bis 0,4 Lei gesunken, Benzinpreise legten etwa 10 Bani zu: Standardbenzin kostete etwa 9,1 bis 9,2 Lei pro Liter. Die hochwertigeren Treibstoffsorten lagen bis zu einem Lei darüber: Premium-Diesel kostete rund 10,7 bis 11,1 Lei pro Liter, Super-Benzin etwa 9,6 bis 9,9 Lei.





