Staatschef: „Frieden in der Ukraine bedeutet Frieden für ganz Europa“

Vierter Jahrestag des russischen Angriffskriegs in der Ukraine

Der Präsidialsitz wurde am Dienstagabend in den Farben Blau und Gelb als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine beleuchtet. Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in das Nachbarland gab Staatschef Nicușor Dan in einer Mitteilung bekannt, dass Frieden in der Ukraine Frieden für ganz Europa bedeute. | Foto: Präsidentschaft

Bukarest/Kiew (ADZ) – Staatspräsident Nicușor Dan hat am Dienstag aus Anlass des vierten Jahrestags der russischen Invasion in der Ukraine in einer Aussendung hervorgehoben, dass Rumänien das kriegsgebeutelte Nachbarland „so lange wie nötig“ unterstützen wird. Frieden in der Ukraine bedeute Frieden für ganz Europa; wer immer Europas Bürger bedrohe, müsse wissen, dass „unsere Kraft in Geschlossenheit liegt“, so das Staatsoberhaupt. Dan nahm am Dienstag auch an einer Videokonferenz der „Koalition der Willigen“ teil, in der die 35 in der Koalition vertretenen Länder ihr Engagement an der Seite der Ukraine bekräftigten. Seinerseits betonte Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) via Facebook, dass „der Widerstand der Ukraine ausschlaggebend für die Sicherheit Europas ist“ – Rumänien stehe voll und ganz an der Seite des ukrainischen Volkes, das für Freiheit, Souveränität und Frieden kämpfe. Als Zeichen der Solidarität ließ die Regierung zudem am Abend ihren Sitz in den ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb anstrahlen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hob derweil in einer TV-Ansprache hervor, dass sein Land seine Unabhängigkeit verteidigt hat. Kremlchef Wladimir Putin habe seine Kriegsziele nicht erreicht – es seien mittlerweile vier Jahre vergangen, seit er „Kiew binnen drei Tagen einnehmen“ wollte. Putin habe weder den Krieg gewonnen noch das ukrainische Volk gebrochen, sagte Selenskyj.

Laut jüngster Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP rechnen bloß drei von zehn Rumänen mit einem Ende des Ukraine-Kriegs noch im laufenden Jahr, während mehr als 30 Prozent der Befragten zudem angaben zu befürchten, dass Russland innerhalb der kommenden drei Jahre einen weiteren Krieg in Europa lostreten wird.