Bukarest (ADZ) – Präsident Nicușor Dan hat zu Jahresende einen vollen Terminkalender. Am Dienstag beteiligte er sich am Eastern Flank Summit in Finnland. Die Staaten des östlichen Flügels der Europäischen Union bemühen sich, im angespannten Sicherheitskontext mehr Verteidigungsprojekte an Land zu ziehen. Russlands Handeln sei ein zentrales Sicherheitsrisiko für die gesamte Region, schrieb Dan im sozialen Netzwerk X. Er fügte hinzu, dass es beim Gipfel in Helsinki darum ging, die Verteidigungsbereitschaft zu stärken, die Bevölkerung besser zu schützen und Russland wirksam abzuschrecken. Die EU-Initiativen zur Verteidigungsfähigkeit sollten dabei konsequent genutzt und eng mit den NATO-Anforderungen verzahnt werden. Sie ergänzten die Arbeit innerhalb der NATO, auch im Format der Bukarest-9-Staaten, und sollten zu einer kohärenten, gut integrierten Ostflanke beitragen. Besondere Bedeutung komme dem Schwarzen Meer zu und Rumänien habe angeboten, ein maritimes Sicherheitszentrum für die Region auszurichten, so Nicușor Dan.
Noch am gleichen Abend ging es für die rumänische Delegation nach London. Dort stand vor allem die Wirtschaft im Mittelpunkt. Der Präsident traf sich sowohl mit rumänischen Geschäftsleuten in Großbritannien als auch mit Vertretern der britischen Wirtschaft. Am Dienstagabend kam es zu einer offenen Aussprache des Präsidenten mit Vertretern der Diaspora in London über die Zustände in der Justiz nach dem Eklat um Beeinflussung von Verfahren – in puncto Reform sieht Dan weiterhin die Richter und Staatsanwälte in der Bringschuld und verlangt ihr stärkeres Engagement. Anschließend gibt es in Brüssel gleich zwei wichtige Termine: zum einen den EU-Westbalkan-Gipfel, zum anderen im Anschluss daran den Rat der Europäischen Staats- und Regierungschefs.





