Strafverfolgung gegen Arafat eingeleitet

Raed Arafat | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Der Behördenleiter des Katastrophenschutzdienstes, Raed Arafat, steht im Fokus einer Ermittlung der Militärstaatsanwälte. Sie werfen dem 61-jährigen Arzt und anderen Personen Beihilfe zu einem Schmuggeldelikt vor.  Hintergrund ist die Übernahme eines Hubschraubers durch die Generalinspektion für Luftfahrt vor neun Jahren. Für die Übertragung des Apparats sollen weder Zoll noch Mehrwertsteuer gezahlt worden sein; der Schaden soll bei rund einer Million Euro liegen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt die Behörde 2017 das Fluggerät als Ersatz für einen Hubschrauber, der ein Jahr zuvor in der Republik Moldau abgestürzt war. Die Entschädigung aus der Kaskoversicherung sei nicht in Geld, sondern durch die Lieferung eines anderen Fluggeräts erfolgt, das jedoch nicht den Status einer in Rumänien verzollten Ware gehabt habe.

Die Ermittler sehen den Verdacht, dass Beteiligte dem Versicherer diese Lösung ermöglichten. Arafat weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer gezielten Kampagne gegen ihn.