Bukarest (ADZ) – Vizepremierministerin Oana Gheorghiu kündigt klare Vorgaben für staatliche Unternehmen mit Verlusten an. Jede Gesellschaft mit Staatskapital, die zwei Jahre in Folge rote Zahlen schreibt, soll automatisch in ein Verfahren zur Restrukturierung und Neuordnung gehen. Das Finanzministerium werde diesen Prozess direkt überwachen, so Gheorghiu bei Digi24. Noch bis Ende Februar läuft eine Bewertung staatlicher Unternehmen, für die wirtschaftliche Analyse sei dabei die Dachbehörde AMEPIP zuständig, sagte die stellvertretende Regierungschefin.
Seit vergangener Woche liefen Gespräche mit den Fachministerien und den einzelnen Unternehmen. Zuletzt standen TAROM, Metrorex und CFR auf der Liste, in dieser Woche folgen Energiefirmen. Auch mit den Gewerkschaften werde geredet, um einen klaren Überblick zu haben. Ziel der Reform sei nicht ein massiver Stellenabbau. Man wolle jedoch die Unternehmen so aufstellen, dass sie effizient arbeiten – in manchen Betrieben gebe es zu viele Verwaltungsangestellte und zu wenig operatives Personal. Gheorghiu kritisierte die bisherige Praxis. Der Staat habe jahrelang Haushaltsmittel zugeschossen, ohne klare Auflagen durchzusetzen.





