Überschwemmungen in zehn Verwaltungskreisen

Vor allem angeschwellte kleine Flüsse bereiten Probleme

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Zehn Verwaltungskreise waren von den jüngsten Gewittern betroffen, darunter Dolj, Gorj und Vâlcea. Die Überschwemmungen, vor denen gewarnt worden war, sind vor allem von Bächen und kleinen Flüssen ausgelöst worden, wie Cerna, Luncavăț und Bistrița.

Zwei Menschenopfer sind zu beklagen, darunter ein Mann im Kreis Argeș. Im Kreis Gorj wurden 400 Personen aus ihren Gehöften evakuiert. Die Stadt Brezoi war von Wasser umgeben, eine Überschwemmung konnte aber verhindert werden. Der Bürgermeister von Brezoi, Robert Schell, erklärte, dass dies vor allem auf den hohen Wasserstand des Flusses Lotru zurückzuführen war, weil auch der Stausee Brădișor entleert werden musste. Der Fluss Luncavăț hat seinen Lauf geändert, sodass 42 Personen, die auf einer Insel eingeschlossen wurden, mit Hubschraubern evakuiert werden mussten.

Einige Landstraßen mussten zeitweilig gesperrt werden, weil das Geröll den Verkehr unmöglich machte. Der Verkehr der Eisenbahnzüge auf der Strecke Târgu Jiu – Petroșani musste zeitweilig eingestellt werden, da es Pannen in der Stromversorgung gab. Ein Zug des privaten Betreibers Regiotrans im Kreis Argeș ist entgleist, weil die Gleise unterwaschen worden sind.

Mehr als 1600 Angestellte des Innenministeriums mit 400 Sonderfahrzeugen waren im Einsatz. Aus der Staatsreserve wurden Lebensmittel und Trinkwasser ausgeteilt.