Vlad: Müssen fit für Krisen und Krieg sein

Auch neues Drohnenabwehrsystem angekündigt

Eine vorbereitete Bevölkerung sowohl „für die Unterstützung einer Kriegsanstrengung“, aber auch für Krisen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Brände, fordert Armeechef Gheorghiță Vlad und verriet, es gebe bereits Pläne für mehrere Maßnahmen in Kooperation mit dem Inspektorat für Notfallsituationen. Deutschland und Polen verfügten schon über entsprechende Instruktionsprogramme der Zivilbevölkerung, in Finnland gebe es sogar ein nationales Handbuch „Was tun im Fall einer Krise oder eines Kriegs?“. | Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) – General Gheorghiță Vlad hat die Notwendigkeit betont, die Bevölkerung systematisch auf mögliche Krisen- und Kriegsszenarien vorzubereiten. Sie müsse vorbereitet sein „für die Unterstützung einer Kriegsanstrengung“, sagte er.  Der Generealstabschef teilte mit, dass die Streitkräfte ab diesem Jahr zwischen 1000 und 2000 junge Freiwillige ausbilden können – je nachdem, welche Haushaltsmittel dafür verfügbar sind. Die rechtliche Grundlage dafür bilde die jüngst von Präsident Nicușor Dan ausgefertigte Novelle des Gesetzes zur Vorbereitung der Bevölkerung auf die Landesverteidigung. Mittelfristig verfüge die Armee über die Kapazität, jährlich 2000 bis 10.000 Freiwillige militärisch zu schulen, geplant seien in den kommenden Jahren zwei bis drei Ausbildungsturnusse pro Jahr.General Vlad kündigte bei einer Pressekonferenz mit dem obersten alliierten Befehlshaber in Europa, Alexus Grynkewich, auch den „sehr baldigen“ Einsatz des neuen Merops-Drohnenabwehrsystems aus den USA an. Merops mache es möglich, Drohnen wie die von Russland im Ukraine-Krieg eingesetzten Geräte abzuschießen, hieß es. Das System habe sich in der Ukraine bewährt, wo etwa 1000 russische Drohnen abgefangen worden seien.