„Rolf Bossert“-Gedächtnispreis 2026

Einsendeschluss war am 21. Dezember: 160 Einsendungen registriert

Auf Anregung des Schriftstellers Hellmut Seiler hat eine Gruppe von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten, bestehend aus Nora Iuga, Werner Kremm, Horst Samson, Olivia Spiridon, Anton Sterbling, Erwin Josef }igla (als Gastgeber) und Joachim Wittstock im Jahr 2019 den „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis ins Leben gerufen, um das Andenken an diesen viel zu früh verstorbenen Dichter und sein Werk wachzuhalten. Dem in Reschitza am 16. Dezember 1952 geborenen Dichter, Essayisten und Übersetzer Rolf Bossert, der am 17. Februar 1987 in Frankfurt am Main unter tragischen Umständen aus dem Leben schied, wird mit diesem Gedächtnispreis ein Denkmal gesetzt. 

Rund um diesen alljährlich zu vergebenden Literaturpreis entstand ein Förder- und Freundeskreis mit Mitgliedern aus seinem Heimatland und aus dem gesamten deutschen Sprachraum. Eine Jury sowie der nicht stimmberechtigte Sekretär der Jury, Erwin Josef }igla, befinden über den Preisträger. 

Bekanntlich ist der erste Preisträger des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises der in Moskau geborene und in der Schweiz lebende Alexander Estis. Die zweite Preisträgerin aus dem Jahr 2021 war Britta Lübbers aus Oldenburg, Deutschland. Der dritte Preisträger war Bastian Kienitz aus Mainz, Deutschland (für das Jahr 2022), den Gedächtnispreis für das Jahr 2023 bekam Christian T. Klein aus Wien, Österreich, den für das Jahr 2024 Dietrich Machmer (Seevetal, Deutschland) und jenen für das vergangene Jahr, 2025, bekam Nicole Quaß (Düsseldorf, Deutschland). Alle sechs Preise wurden innerhalb der „Deutschen Literaturtage in Reschitza“, jeweils im Beisein des Großteils der Jurymitglieder und, teilweise, der zwei Söhne von Rolf Bossert, verliehen.

Für die erste Ausgabe wurden insgesamt 30 Einsendungen registriert, davon 13 aus Deutschland, zehn aus Rumänien, vier aus Österreich, zwei aus der Schweiz und eine aus Spanien. Für die zweite Ausgabe dieses literarischen Preises haben sich 169 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Ländern (Deutschland: 127; Österreich 31; Schweiz 4; England 2; Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien und Spanien: je 1) gemeldet, während für die Dritte sich 225 Teilnehme-rinnen und Teilnehmer aus zehn Ländern (Deutschland: 175; Österreich 33; Schweiz 6; Rumänien 4; Italien 2; Belgien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Ungarn: je 1) gemeldet haben. Für die vierte Ausgabe 2023 wurden insgesamt 93 Einsendungen registriert, davon 80 aus Deutschland, 9 aus Österreich und je eine aus Italien, Rumänien,  Ukraine und Uruguay. Für die fünfte Ausgabe – 2024 wurden 137 Einsendungen registriert, davon 108 aus Deutschland, 22 aus Österreich, je zwei aus Italien und aus der Schweiz und je eine aus Frankreich, Japan und Rumänien. Für den „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis 2025 wurden 208 Einsendungen registriert, davon 163 aus Deutschland, 30 aus Österreich, sechs aus der Schweiz, je zwei aus Italien und Luxemburg und je eine aus Belgien, Japan, Marokko, Spanien und Uruguay. 

Für den „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis 2026 wurden bis zum Einsendeschluss am 21. Dezember 2025 160 Einsendungen registriert, davon 136 aus Deutschland, 12 aus Österreich, vier aus der Schweiz, zwei aus Norwegen und je eine aus Chile, Griechenland, Italien, Polen, aus der Ukraine und aus Ungarn. Jede mit einer Kennziffer versehene Eingabe wird dem-nächst den Jury-Mitgliedern zugesandt, die bis Mitte Februar den Preisträger bekanntgeben werden. Die Mitglieder der diesjährigen Jury sind Dietrich Machmer (Preisträger für das Jahr 2024, als Vorsitzender), Dr. Waldemar Fromm, Katharina Kilzer, Hellmut Seiler, Dr. Olivia Spiridon und Barbara Zeizinger. Der mit 2000 Euro dotierte Gedächtnispreis wird Ende März innerhalb der XXXVI. Auflage der „Deutschen Literaturtage in Reschitza“ überreicht. 

Der von Hellmut Seiler initiierte Gedächtnispreis würdigt deutschsprachige Gedichte eines Autors, wobei die Zuordnung zur Gattung Lyrik deutlich erkennbar sein muss. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Erwähnenswert ist noch, dass das Institut für Donau-schwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, das Kulturwerk Banater Schwaben e.V. Bayern, die Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. München, das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ den Lyrikwettbewerb und die Preisvergabe fördern. Wichtige Unterstützer des Preises sind auch die 80 Mitglieder des Förder- und Freundeskreises, deren Zahl sich ständig vergrößert.