Am 6. Dezember feierten wir in Suceava den Advent und die Vorfreude auf Weihnachten und Neujahr gemeinsam mit den Mitgliedern des Deutschen Forums in der Bukowina.
Wir sind etwas traurig, denn in unserer Kindheit gab es viel Schnee und bittere Kälte. Jeden Sonntagmorgen um 6 Uhr waren wir in der Kirche, rieben uns vor Kälte die Hände und stampften mit den Füßen, denn es gab keine (Zentral)-Heizungen wie heute.
Trotzdem erfüllte uns die Vorfreude auf den Weihnachtsmann mit Wärme und Freude.
Sonntag zuvor war der erste Advent. In römisch-katholischen Kirchen weltweit wurde die erste Adventskerze am Adventskranz angezündet.
In Suceava findet die Adventsmesse bis Weihnachten täglich um 6 Uhr morgens statt.
Wie immer trafen wir uns im großen Saal des Restaurants Bukowina, wo Familie Șvarț bereits auf uns wartete. Gemeinsam, mit einigen Mitgliedern des Forums Suceava schmückten wir den Weihnachtsbaum und stellten die Krippe darunter.
Dann trafen die Busse mit unseren Freunden „Edelweiß“ und „Harmonie“ vom Deutschen Forum aus Piatra Neamț, dem Chor „Lady’s Enzian“ aus Gura Humorului, dem Chor „Edelweiß-Rarăul“ vom Deutschen Forum Câmpulung Moldovenesc sowie den Mitgliedern des Deutschen Forums in Suceava ein.
Carmen Schley und Antonia Maria Gheorghiu begrüßten sie herzlich zur Musik der Familie Șvarț.
Das Programm wurde von Lehrerin Elena Oboroceanu vom Deutschen Forum in Piatra Neamț eröffnet. Sie führte uns in die Geschichte des Advents, des Adventskranzes und die Geschichte einer großen Liebe oder die Geschichte des heiligen Nikolaus – der schenkende Heilige – ein. Dieser wurde um das Jahr 280 in Patara in der Provinz Lykien im asiatischen Teil Griechenlands in einer reichen und frommen Familie geboren. Der heilige Nikolaus lebte in der lykischen Stadt Myra, dem heutigen Demre in der Türkei und war Bischof von Myra. Er rettete die Stadt vor dem Hungertod. Der heilige Nikolaus starb im Jahr 343 in Myra und seine Reliquien wurden 1087 von den Kreuzfahrern nach Italien in den Dom von Bari gebracht.
Nach den schönen Geschichten folgte der Chor „Edelweiß“ der Deutschen aus Piatra Neamț unter Leitung des Forumsvorsitzenden Dan Rudy Matzner und mit Begleitung am Akkordeon von Michael Gaspari.
Sie erfreuten uns mit einem Medley deutscher und rumänischer Weihnachtslieder. Anschließend sang der Kinder- und Jugendchor „Harmonie“ unter der Leitung von Elena Oboroceanu, begleitet an der Gitarre von Alexandru Cojocaru, Burlacu Silvia und Ciudin Teodora. Antonia Apetrei erfreute uns mit einem Jodler zur Geschichte von Heidi.
Währenddessen erschien auch der Weihnachtsmann mit seinem Sack voller Süßigkeiten, die unsere Freunde aus Deutschland – Hilfswerk Schwaben – Bukowina e.V. (300 Euro – 80 Kinder) und Herr Feodorowitsch – Bukowina-Freunde Bad Salzuflen (200 Euro – für 40 Kinder aus Cârlibaba/Bukowina) – geschickt hatten.
Die Kinder freuten sich, ließen sich mit ihm fotografieren, erzählten ihm Geschichten und sangen Weihnachtslieder.
Der Weihnachtsmann freute sich über die Kinder, verabschiedete sich dann von ihnen und erklärte, dass er noch Süßigkeiten in der Bukowina verteilen würde.
Es folgte ein herzhaftes Mittagessen mit Kaffee und Eistorte. Währenddessen erfreute uns die Familie Șvarț mit einem Medley aus Dudelsack, Geigenmusik und Gesang, und der Chor von Gura Humorului sang anschließend zwei polnische Lieder.
Im Anschluss trat der Chor „Edelweiß-Rarăul“ aus Kimpolung unter der Leitung von Lehrer Victor Mahu auf, der ihn auf Flöte und Akkordeon begleitete. Rebeca und David Gheorghian trugen wunderschöne Gedichte auf Deutsch vor und schlossen sich dann dem Seniorenchor an, der uns mit einem Medley aus Advents- und Weihnachtsliedern auf Deutsch und Rumänisch begeisterte.
Zum Abschluss machten wir ein Foto mit allen Teilnehmern und sangen gemeinsam „Happy Birthday“ auf Deutsch, Rumänisch, Polnisch und Ungarisch.
Wir waren schon im Gedanken beim folgenden Sonntag, an dem wir mit den Deutschen in Kimpolung den Advent feiern wollten.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,
Erst eins, dann zwei, dann drei und vier,
Und dann ist Christkind an der Tür.
Einen friedlichen Advent, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein neues Jahr, das für alle mit Frieden, Gesundheit und göttlicher Liebe einhergeht.





