Sathmar – Die Arbeitslosigkeit im Kreis Sathmar/Satu Mare ist leicht gestiegen: Ende Januar lag die Quote bei 4,96 %, ein Plus von 0,12 Prozentpunkten im Vergleich zum Dezember 2025. Insgesamt sind derzeit 6378 Menschen ohne Arbeit registriert – die meisten davon in ländlichen Regionen.
Von den Arbeitslosen stammen 5006 aus Dörfern und Kleinstädten, während nur 1372 aus städtischen Gebieten kommen. „Die ländliche Bevölkerung hat oft nur begrenzten Zugang zu beruflicher Weiterbildung, und die Mobilität ist eingeschränkt“, erklärt ein Sprecher der Kreisagentur für Arbeitsvermittlung (AJOFM). Dies reduziert die Chancen, eine feste Stelle zu finden.
Die älteren Erwerbstätigen sind besonders stark betroffen: 1626 Arbeitslose sind zwischen 40 und 49 Jahre alt, weitere 1334 zwischen 30 und 39 Jahre. Junge Menschen unter 25 Jahren machen 841 Betroffene aus, gelten jedoch als weniger gefährdet. Experten warnen, dass gerade Menschen in der „beruflich aktiven Mitte“ Schwierigkeiten haben, langfristig in den Arbeitsmarkt zurückzukehren.
Ein zentrales Problem ist das niedrige Bildungsniveau: Über die Hälfte der Arbeitslosen hat nur Grund-schulabschluss oder gar keinen Schulabschluss. Weitere 31 % haben die Sekundarstufe I abgeschlossen. „In einem Arbeitsmarkt, der zunehmend technische und digitale Fähigkeiten verlangt, wird es für viele schwierig, eine passende Stelle zu finden“, so die AJOFM.
Die Agentur unterscheidet auch nach Vermittlungschancen: 1437 Menschen gelten als sehr schwer vermittelbar, 3536 als schwer vermittelbar. Nur 22 Betroffene sind leicht vermittelbar. Damit zeigt sich deutlich, dass gezielte Qualifizierungsprogramme dringend notwendig sind, insbesondere für die ländlichen Regionen.




