Arbeitsmigration im Aufwind

Fast 3500 asiatische Beschäftigte im Kreis Sathmar eingestellt

Sathmar – Im Kreis Sathmar arbeiten immer mehr ausländische Arbeitskräfte. Besonders deutlich zeigt sich der Trend bei Beschäftigten aus Asien: Innerhalb eines Jahres wurden nahezu 3500 Arbeitnehmer aus asiatischen Ländern von Unternehmen in der Region eingestellt. Darauf deuten die aktuellen Zahlen der Einwanderungsbehörde für das Jahr 2025 hin, die am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz von Polizeichef Bogdan Bucur vorgestellt wurden.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 4535 Anträge auf Arbeitsgenehmigungen bearbeitet – fast eintausend mehr als im Vorjahr, als 3579 Anträge registriert wurden. Von den eingereichten Anträgen wurden 3490 genehmigt und 1044 abgelehnt.

Der Großteil der genehmigten Anträge – 3201 Fälle – betraf neu eingereiste Arbeitskräfte. Weitere 289 Genehmigungen standen im Zusammenhang mit einem Arbeitgeber- oder Arbeitsplatzwechsel von Ausländern, die sich bereits im Land aufhielten.

Die Ablehnungen gingen überwiegend auf Versäumnisse seitens der Arbeitgeber zurück. In mehreren Fällen konnten Unternehmen ihre tatsächliche wirtschaftliche Tätigkeit nicht nachweisen oder erfüllten die Voraussetzung nicht, vor Antragstellung mindes-tens ein Jahr aktiv gewesen zu sein.

Zudem wurden Fälle mit Verdacht auf verdeckte Arbeitnehmerüberlassung festgestellt. Dabei ist der ausländische Arbeitnehmer formal bei einem Unternehmen angestellt, arbeitet jedoch tatsächlich an einem anderen Ort oder in einer Weise, die nicht zur gemeldeten Geschäftstätigkeit passt. Auch wenn solche Beschäftigungen auf dem Papier regelkonform erscheinen, deuten sie inhaltlich auf eine Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen hin.

Während die Zahl der Arbeitsanträge deutlich stieg, war bei den Anträgen auf Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung ein Rückgang zu verzeichnen. 2025 wurden 663 entsprechende Anträge eingereicht, im Vergleich zu 1066 im Jahr 2024.

Von den 663 Anträgen betrafen 464 die Ausübung einer Erwerbstätigkeit, 130 den Aufenthalt als Familienangehörige rumänischer Staatsbürger, 23 die Erteilung einer Daueraufenthaltsgenehmigung und 46 sonstige Aufenthaltszwecke.

Das Interesse an einem langfristigen Aufenthalt nahm leicht zu: 18 Personen stellten einen Antrag auf Daueraufenthalt, und im Laufe des Jahres wurden 23 langfristige Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Die Zahl der erteilten Genehmigungen deckt sich nicht zwangsläufig mit der Zahl der im selben Jahr gestellten Anträge, da teilweise noch Anträge aus früheren Jahren bearbeitet wurden.

Auch die Zahl der Anträge auf Familienzusammenführung stieg an. Insgesamt wurden 27 Anträge regis-triert, von denen 12 genehmigt und 15 abgelehnt wurden. Hauptgrund für die Ablehnungen waren unzureichende Einkommensnachweise der Sponsoren, die ihre tatsächliche finanzielle Situation nicht ausreichend belegen konnten.

Im Bereich der Einreise auf Einladung wurden 20 Anträge bearbeitet. Davon wurden 14 genehmigt und sechs abgelehnt.

Zur Bekämpfung illegaler Aufenthalte führte die Einwanderungsbehörde 18 Kontrollen, 43 gezielte Überprüfungen sowie 155 eigene oder gemeinsame Einsätze mit anderen Behörden durch. Dabei kam es zu 56 gemeinsamen Aktionen mit der Polizei, 42 mit dem Grenzschutz, 46 mit der Gendarmerie und sechs mit der Arbeitsaufsichtsbehörde. Insgesamt wurden 161 Unternehmen kontrolliert.

Im Zuge dieser Maßnahmen wurden 13 ausländische Staatsangehörige identifiziert, die gegen geltendes Recht verstießen. Neun von ihnen arbeiteten ohne gültige Arbeitserlaubnis.

Im Laufe des Jahres wurden 31 Ausländer zur Ausreise verpflichtet. In fünf Fällen erfolgte die Abschiebung unter Begleitung; die Betroffenen wurden innerhalb von 24 Stunden zum gemeinsamen Grenzübergang mit der Republik Moldau gebracht. In drei Fällen wurde eine freiwillige Ausreise angeordnet, in weiteren drei Fällen eine bereits erteilte Aufenthaltsgenehmigung widerrufen.

Wegen Gesetzesverstößen verhängten die Behörden insgesamt 121 Bußgelder – nahezu dreimal so viele wie im Vorjahr (44). Davon waren 66 Verwarnungen und 55 Geldstrafen. Der Gesamtwert der verhängten Geldstrafen belief sich auf 170.800 Lei, verglichen mit 31.200 Lei im Jahr 2024.

Im Berichtsjahr stellte die Behörde insgesamt 2128 Aufenthalts- und Registrierungsdokumente aus. Darunter befanden sich 176 Registrierungsbescheinigungen, 663 befristete Aufenthaltsgenehmigungen und 23 langfristige Aufenthaltsgenehmigungen. Zusätzlich wurden 778 Dokumente für vorübergehenden Schutz ausgestellt, überwiegend an ukrainische Staatsangehörige.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen: Der Kreis Sathmar bleibt für ausländische Arbeitskräfte attraktiv – gleichzeitig verschärfen die Behörden ihre Kontrollen, um Missbrauch und illegale Beschäftigung einzudämmen.