„Ariergarda“ fördert auch 2026 den Naherholungstourismus

Ausflüge, Wanderungen und Entdeckungsreisen im Jahresprogramm enthalten

Temeswar – Der lokale Tourismus, also das Reisen zu Zielen, die nur ein bis drei Stunden vom Wohnort entfernt liegen, wird auch im Jahr 2026 vom „Ariergarda“-Kulturverein als eine nachhaltige, unkomplizierte und entspannte Form des Reisens gefördert. Bewohnern des Banats werden das ganze Jahr über die Möglichkeit haben, für einen Tag dem Alltag zu entfliehen, ohne dabei die Westregion zu verlassen.

„Im Banat ist dieses Potenzial bislang nur teilweise ausgeschöpft worden. Mangelhafte Infrastruktur und fehlende Investitionen in touristische Attraktionen schränken die Attraktivität vieler Orte ein. Dabei liegen die Vorteile des Naherholungstourismus auf der Hand: wirtschaftliche Belebung ländlicher Gemeinden, regionale Wertschöpfung, neue Besucher aus benachbarten Regionen, leistbare touristische Angebote und die Wiederentdeckung eines touristischen Potenzials, das in den letzten Jahrzehnten oft übersehen wurde“, sagt der Geograf, Reiseführer und Mitglied des „Ariergarda“-Vereins Ilie Rădoi.

Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten können zum Motor dieser Entwicklung werden – etwa das Banloc-Schloss, der Kurort Busiasch/Buzia{, die Holzkirchen im Gebiet von Fatschet/Făget, die Bäder von Calacea oder das Schloss Nakó in Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare. „Mit besserer Verkehrsanbindung und der Restaurierung vergessener Baudenkmäler kann das ländliche Banat neu belebt werden“, weiß der Reiseführer zu schätzen.

Statistiken zeigen zwar einen deutlichen Anstieg der Touristenzahlen zwischen 2001 und 2019, mit Temeswar als Hauptanziehungspunkt, doch das ländliche Banat bleibt weiterhin unterrepräsentiert. „Genau hier setzt die Idee des Naherholungstourismus an: regionale Reisen können die lokale Wirtschaft stärken und das kulturelle Erbe des Banats sichtbar machen. Somit greift Ariergarda diesen Ansatz auf“, fährt Ilie Rădoi fort.

Das ganzjährige Programm des Vereins lädt mit Ausflügen und Wanderungen dazu ein, das Banat entschleunigt und aufmerksam zu entdecken – mit Fokus auf Geschichte, verborgene Geschichten und lebendige Erinnerungsorte. Den Auftakt macht im Winter, am 28. Februar, eine Reise in die Welt der Freimaurer in Temeswar/Timișoara, Arad und Lippa/Lipova. Im Frühjahr führen die Touren zu archäologischen und historischen Wurzeln, im Sommer zu symbolträchtigen Orten wie Ada Kaleh, Sarmizegetusa Regia oder den Bädern von Herkulesbad/Băile Herculane. Der Herbst und Winter widmen sich religiösen Zentren, ethnischen Gemeinschaften und kleineren Ortschaften mit großer Geschichte – bis hin zum Abschluss in Großwardein/Oradea, einer Stadt voller kultureller Symbolik. „Ariergarda ist mehr als ein Ausflugsprogramm: Es ist eine Einladung, langsamer zu reisen, genauer hinzusehen und sich neu mit der lebendigen Geschichte und Identität des Banats zu verbinden“, schließt der Reiseführer Ilie Rădoi und lädt Interessenten ein, die Facebookseite des Vereins für Ankündigungen und weitere Infos nachzuschlagen.