Bau der Ost-West-Schnellstraße aufgeschoben?

Abgeordneter im Karasch-Severiner Kreisrat fordert „Geschlossenheit“ zum Ausbau der DN6/E70

Reschitza – Doru Coșei (PNL), der Herkulesbad im Kreisrat Karasch-Severin vertritt, forderte auf der jüngsten Tagung des Kreisrats die Führung der Kreisverwaltung auf, gemeinsam mit der Kreisverwaltung von Mehedinți „geschlossen und entschieden“ gegen den Aufschub des Ausbaus des Segments Lugosch – Kransebesch – Herkulesbad – Drobeta Turnu Severin – Calafat der Nationalstraße DN6/Europastraße E70 vorzugehen. Den Informationen des Europaabgeordneten Virgil Popescu aus dem Landeskreis Mehedinți zufolge verblieb nach den jüngsten Kürzungen bloß das Segment Craiova – Sofia auf der Planungsliste der laufenden EU-Haushaltsperiode, wie sie mit der Regierung Rumäniens abgestimmt wurde. Der Landeskreis Mehedinți unternehme bereits etwas dagegen bei der Regierung Rumäniens.

Coșei appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Kreisleitung, „die, egal wer die Straßen des Territoriums verwaltet, für das Vorhandensein und den Zustand der Infrastruktur verantwortlich ist“. Coșei verwies auf die „gegenwärtige Form des Projekts, das der EU zwecks Finanzierung vorgelegt wurde“ und die zwar Craiova – Sofia beinhalte, nicht aber das Segment, das Westrumänien, das Banat, über Oltenien mit dem Osten und Südosten Rumäniens und Richtung Balkan und Mittlerer Osten verbindet, über die Donaubrücke bei Calafat.

„Es ist absolut egal, wer die betreffenden Abschnitte der Straßenverbindungen verwaltet“, betonte er, „alles was Infrastrukltur eines Verwaltungsraums ist, steht zuerst in der Verantwortung des Kreisrats. Umso mehr, wenn es sich um ein strategisches Projekt handelt, das für die Entwicklung des gesamten Raums von Bedeutung ist. Zudem muss die Gefahr, die von der `Todesstraße` DN6/E70 auf diesem Segment ausgeht, endlich gebannt werden. Tatenlosigkeit ist hier fehl am Platz, vor allem, wenn die Gefahr aufkommt, dass das Projekt `vergessen`wird. Es muss nationale Priorität bleiben!“

Coșei legte dem Kreisrat eine von ihm ausgearbeitete offizielle Resolution zur Diskussion und Abstimmung vor, in welcher gefordert wird, dass das Segment der DN6/E70 Lugosch – Kransebesch – Domasnea - Herkulesbad – Drobeta Turnu Severin – Calafat zur „Priorität der nationalen Entwicklungsstrategie“ erklärt wird. Der Kreisratsabgeordnete: „Bitte verstehen Sie das keineswegs als eine politische Geste. Es ist einfach und allein eine konkrete, aber uns alle zur Pflicht gemachte Demarche – jenseits jeder Parteienzugehörigkeit – die die Zukunft dieses Gebiets betrifft, für das wir Verantwortung übernommen haben. Ich appelliere deswegen an Ihr Gefühl der Zusammengehörigkeit und an die Verantwortung, die wir alle zu schultern haben!“
Auf der kommenden Tagung des Kreisrats soll es zur Beschlussfassung kommen.