Baugenehmigung für Temeswarer Westring erteilt

Weitere Straßenarbeiten im Kreis starten demnächst

Temeswar (ADZ) – Für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Kreis Temesch ist ein entscheidender Schritt erfolgt: Das Verkehrsministerium hat am Donnerstag die Baugenehmigung für die Westumfahrung von Temeswar erteilt. Damit können die eigentlichen Bauarbeiten an der neuen Straße beginnen. Wie die Regionaldirektion für Straßen- und Brückenbau Temeswar (DRDP) mitteilte, wird die Umfahrung eine Länge von 13,9 Kilometern haben und mit vier Fahrspuren (je zwei pro Richtung) ausgeführt. Vorgesehen sind zudem vier Verkehrsknotenpunkte, zehn Brücken und Überführungen mit einer Gesamtlänge von über drei Kilometern sowie zwei Parkplätze. Die neue Trasse verläuft auf dem Gebiet der Stadt Temeswar sowie der Gemeinden Sackelhausen/Săcălaz und Rumänisch-Sanktmichael/Sânmihaiu Român. Sie zweigt südlich von Sanktandres/Sânandrei von der DN 69 ab und führt westlich an der Stadt vorbei, wo sie unter anderem die Nationalstraßen DN 6 und DN 59A kreuzt. Im Süden soll sie an die bestehende Südumfahrung im Stadtteil Freidorf anschließen.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehören mehrere größere Überführungen, darunter ein rund 779 Meter langer Bahnüberführungsbau sowie weitere Brücken mit Längen von mehr als 700 beziehungsweise rund 450 Metern. Die Straße ist für eine Entwurfsgeschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt, die im Bereich der Anbindung an die Südumfahrung auf 80 km/h reduziert wird. Der Auftrag für Planung und Bau wurde bereits Anfang 2025 an das türkische Unternehmen NUROL Inșaat ve Ticaret A.Ș. vergeben. Das Projekt hat ein Volumen von 1,41 Milliarden Lei (ohne Mehrwertsteuer) und wird über das Transportprogramm 2021–2027 finanziert. Die Bauzeit ist mit rund zwei Jahren angesetzt. Bereits in den vergangenen Wochen wurden vorbereitende Arbeiten durchgeführt, darunter der Bau von Baustraßen sowie archäologische Untersuchungen entlang der Trasse.

Parallel dazu beginnen im Kreis Temesch auch Arbeiten an einer weiteren Straßenverbindung. Ab dem 23. März startet die Modernisierung eines Abschnitts der Nationalstraße DN 59B zwischen Tolwad/Livezile und Kreuzstätten/Cruceni. Nach Angaben der DRDP umfasst das Projekt die Verstärkung der Fahrbahn, den Ausbau der Entwässerung, die Neugestaltung von Einmündungen sowie die Anlage von Zufahrten zu Grundstücken. Zudem werden Parkplätze und Haltestellen für den öffentlichen Verkehr erneuert. Auch Maßnahmen zur Sicherung des Straßenkörpers in der Nähe der Bahnlinie Jebel – Gier/Giera sowie Arbeiten zur Verkehrssicherheit und zum Umweltschutz sind vorgesehen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 50,6 Millionen Lei (ohne Mehrwertsteuer) und eine geplante Bauzeit von zwölf Monaten.