Bessere Chancen für Tierheimhunde

Temeswar – In Temeswar werden verstärkte Anstrengungen unternommen, um die Situation von Hunden ohne Besitzer nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt steht ein neues Kooperationsmodell, das darauf abzielt, die Zahl der Tiere in Unterkünften zu verringern und ihre Vermittlung in Familien zu beschleunigen. Über das Projekt muss der Stadtrat noch entscheiden.

Kern der Initiative ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber des Tierheims, „Danyflor“, und der Tierschutzorganisation „Pawsitive Change Rumänien“. Ziel ist es, die Überbelegung im Tierheim zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Tiere deutlich zu verbessern.

Die Partnerschaft setzt vor allem auf eine stärkere Sichtbarkeit der Hunde, sowohl national als auch international. Geplant sind gezielte Vermittlungskampagnen sowie Adoptionsveranstaltungen, die potenzielle Halter direkt ansprechen sollen.

Darüber hinaus will die beteiligte Organisation das Tierheim mit Spenden und medizinischer Versorgung unterstützen, insbesondere für Tiere mit erhöhtem Pflegebedarf.

Parallel dazu sollen Informationskampagnen das Problem an der Wurzel angehen: Weniger Aussetzungen und mehr Sterilisationen gelten als zentrale Hebel, um die Zahl streunender Tiere langfristig zu senken. Ergänzend wird ein Programm zur kostenlosen Sterilisation von Hunden und Katzen vorbereitet, das auch den Transport der Tiere zu Tierarztpraxen umfasst.

Die bisherigen Zahlen zeigen erste Fortschritte: Im Jahr 2025 konnten 275 Hunde aus dem Tierheim in neue Familien vermittelt werden. Durch die neuen Maßnahmen soll dieses Tempo deutlich gesteigert werden.

Langfristig ist zudem der Bau eines neuen öffentlichen Tierheims geplant, das Platz für bis zu 600 Hunde und rund 100 Katzen bieten soll. Die Einrichtung befindet sich derzeit in der Planungsphase und soll im Stadtteil Freidorf entstehen.

Das Kooperationsabkommen ist bis Ende März 2027 angelegt und wird ohne zusätzliche Belastung des Kommunalhaushalts umgesetzt, da die Aktivitäten aus den Ressourcen der Partnerorganisation getragen werden.