Besucherverkehr am „Memorial“ stoppt aktuell bloß sonntags

Sighetu Marmației – Gäste und Einheimische, die sich pünktlich an den orthodoxen Osterfeiertagen zufällig oder doch planmäßig in der Maramuresch aufhalten werden, und auf den Gedanken setzen, die im Juni 1997 eröffnete Museums-Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und für die ihm geltende Widerstandsbewegung zu besichtigen, sollten sich zur Sicherheit nicht auf die Winterhalbjahr-Öffnungszeiten verlassen: erst ab Mittwoch, dem 15. April, gilt das nur im Sommer volle Besuchsprogramm von täglich 9.30 bis 18.30 Uhr am „Memorial“, dessen Ticket-Schalter allein Dienstag, am 14. April, in der Tat von 9.30 bis 16 Uhr Publikum bedient und somit ohne Kürzung den Stundenplan der kalten Jahreszeit einhält. Weil im Vergleich hierzu die Kasse am Ostermontag eine halbe Stunde später öffnet und auch eine halbe Stunde früher schließt. Gleiches tut sie Karfreitag, am 10. April, und am Karsamstag werden letzte Karten gar schon um 14.30 Uhr verkauft. Gänzlich für Angestellte und ihre Besucher geschlossen bleibt die Museums-Gedenkstätte lediglich am rumänisch-orthodoxen Ostersonntag, dem 12. April. Dass die Kasse und der Museumsladen jeweils eine halbe Stunde vor Ende der Öffnungszeit in den Feierabend übergehen, ist auch für die auf neun Stunden erweiterten Öffnungszeiten ab Mitte April zu berücksichtigen. Auf Details neugierige Besucher natürlich wissen die Angabe vom Team des „Memorial“ selbst, dass „eine Visite im Schnitt eine Stunde dauert“, entsprechend einzuordnen und sich in der 1897 errichteten Anstalt mit deutlich mehr Geduld zu wappnen. Jederzeit frei – also auch zu ungewöhnlichster Stunde und sogar an hohen Feiertagen beispielsweise – kann die zweieinhalb Kilometer stadtauswärts am westlichen Rand von Sighetu Marmației gepflegte Gartenfläche „Cimitirul Săracilor“ („Friedhof der Armen“) besichtigt und begangen werden. Sie ist von einer Hecke eingerahmt, die den Grenzverlauf Rumäniens wiedergibt und wird von Grabtafeln für etliche tausend Opfer kommunistischer Haftanstalten flankiert, die zur Strafe für ihre Nachwelt anonym bestattet wurden.