Reschitza – Die Reschitzaer Nahverkehrsgesellschaft TUR und die Kreisbibliothek „Paul Iorgovici“ haben gemeinsam mit der Doktorandin der Nationalen Schule für Politische und Verwaltungswissenschaften (SNSPA), Ionelia Hîrju, in Vorbereitung des 34. Kongresses des Netzwerks der Institutionen und Schulen Ost- und Mitteleuropas für Öffentliche Verwaltung (NISPAcee), der im bulgarischen Sofia stattfinden wird (28.-30. Mai 2026), ein Bildungs- und Informationsprojekt initiiert, das von den Fahrgästen des Reschitzaer Nahverkehrsunternehmens genutzt werden kann. Es geht um ein Beispiel guter Praxis im Nahverkehr, das Bildung und Information mit urbaner Mobilität verbindet und vor allem der Information im öffentlichen Raum zeitgleich mit der Nutzung umweltfreundlicher öffentlicher Nahverkehrsmittel dienlich sein soll.
Mittels eines mit dem Mobiltelefon ablesbaren QR-Codes, den es demnächst in allen Nahverkehrsmitteln von TUR geben wird, wird das Projekt „Reise mit Kultur“ umgesetzt. „Kultur“ wird hier im weitesten Wortsinn als „Bildung und Information, etc.“ verstanden, denn die Plattform bietet jetzt, in ihrem Anfangsstadium, Informationen in zwei Richtungen: über kulturelle Ressourcen – die von der Kreisbibliothek zusammengestellt werden und vorerst Gheorghe Jurma gewidmet sind, Werke und von ihm herausgegebene Bücher (wohl auch weil der rüstige und vitale Ex-Journalist, Literatkritiker, Schriftsteller und Verleger dieser Tage seinen 81. Geburtstag feiert), und über Informationen von öffentlichem Interesse, vor allem über Reschitza und Aktuelles zum Reschitzaer Nahverkehr – wofür TUR-Chef Laurențiu Stanciu sowie eine weitere TUR-Mitarbeiterin zuständig sind. Ende Mai stellt dann die SNSPA-Doktorandin eine erste Zwischenbilanz des Projekts in Sofia vor.
TUR-Chef Laurențiu Stanciu betont, dass die Informations- und Bildungsplattform vom Angebot her sich an alle Alterskategorien wendet, die den Reschitzaer Nahverkehr nutzen. Dass man daran gedacht hat, sie vor allem auch rentnerfreundlich zu machen – da diese einen hohen Anteil am Fahrgastaufkommen stellen. Stanciu: „Wir möchten parallel zur Nutzung zeitgleich auch die Resultate des Vorgehens messen, um Rückmeldungen zu haben und Rückschlüsse ziehen zu können, denn bestimmt wird das System verbesserbar sein. Deswegen wird unsere Mitarbeiterin Ionelia Hîrju in Sofia auch bloß eine erste Zwischenbilanz vorstellen können. Weil danach noch viel Feinabstimmung ansteht. Denn wir wollen bis dahin gehen, auch eine Geschichte des Reschitzaer Nahverkehrs auf dieser Plattform anzubieten.“
Auf die Kreisbibliothek „Paul Iorgovici“ sei TUR zugegangen: „ ... denn zu einem umfassenden Informationsangebot auch über das kulturelle Reschitza gehören die Bücher der Autoren, die in dieser Stadt leben – und das sind nicht wenige. Von Vorteil bei der Einführung des Projekts ist allerdiungs auch gewesen, dass in Reschitza viel Vorarbeit geleistet wurde, auf die wir zurückgreifen konnten. Und weil bei TUR im Vorfeld Interesse dafür bestand, wussten wir, wo anzuklopfen ist und das Projekt kam – gar nicht überraschend – rasch zustande. Nun bieten wir praktisch Informationen zum Nahverkehr, gepaart mit Lektüremöglichkeiten, alles digital und leicht zugänglich. Auszubauen wird dieser Lektüreteil sein, während der Informationsteil ständig erneuert werden muss. Das Monitoring des Interesses, das wir gleichzeitig durchführen, wird uns als Leitfaden für die Verbesserungen und Anpassungen der Zukunft dienen. Das Schönste am Ganzen: alles haben wir praktisch ´intern´ gemacht, mussten an keinen Experten von außerhalb des Nahverkehrsunternehmens und der Stadt appellieren. Unsere Erfahrung können wir jetzt aufgrund dieses Pilotprojekts auch anderen anbieten.“




