Bis zu 38 Millionen Euro für Infrastruktur

Kreis Bihor setzt auf EU-Kredite

Großwardein – Der Kreis Bihor plant einen wichtigen Schritt zur Verbesserung seiner Infrastruktur: Mit einem Darlehen von bis zu 38 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank sollen zentrale Verkehrsprojekte schneller umgesetzt werden. Der Kreisrat gab dafür am 30. April grünes Licht.

Das Geld ist vor allem als Kofinanzierung für bereits bewilligte EU-Projekte gedacht. Ohne diese Eigenmittel könnten viele Vorhaben nicht realisiert werden. Der Kredit ist langfristig angelegt – mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren und einer tilgungsfreien Phase von maximal drei Jahren. Abgerufen werden die Mittel nicht auf einmal, sondern je nach Bedarf in einzelnen Tranchen.

Für den Kreis ist es das erste Darlehen dieser Größenordnung von einer europäischen Finanzinstitution. Kreisratsvorsitzender Mircea Mălan betonte, dass die Summe bewusst flexibel angesetzt sei: „Wir nehmen nur so viel auf, wie tatsächlich benötigt wird.“

Im Mittelpunkt stehen mehrere Straßenbauprojekte, die die Anbindung der Region verbessern sollen. Dazu gehört unter anderem die Umgehungsstraße von Biharia sowie eine neue Verbindungsstraße nach Paleu. Auch wichtige Kreisstraßen wie die Strecke zwischen Salonta und Tinca sowie die Verbindung Padiș – Ic Ponor sollen modernisiert werden.

Die Investitionen sind Teil eines größeren Programms zur besseren Anbindung an das europäische Verkehrsnetz (TEN-T) und werden über das Regionale Programm Nord-West 2021–2027 unterstützt.

Für die Verantwortlichen im Kreis ist Tempo entscheidend: Je schneller gebaut wird, desto geringer bleiben die Kosten. Verzögerungen könnten die Projekte deutlich verteuern. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen langfristig die Lebensqualität der Bevölkerung verbessern.