Denkmalschutz mit Zukunft

85.000 Besucher und neue Projekte 2026

Großwardein – Die Stiftung für Denkmalschutz des Kreises Bihor hat ihre Bilanz für 2025 vorgestellt – mit beachtlichen Zahlen, innovativen Restaurierungsmethoden und ambitionierten Plänen für 2026.

Bei einer Pressekonferenz präsentierten Präsident Grigore Morar, Vizedirektorin Adriana Lipoveanu und Exekutivdirektor Alexandru Chira die Ergebnisse des vergangenen Jahres sowie die nächsten Schritte im Umgang mit dem historischen Erbe Großwardeins/Oradeas.

Ein besonderes Novum gab es in der Aurel-Lazăr-Straße Nr. 3: Am Geburtshaus von Eva Heyman wurden erstmals moderne Laserreinigungsverfahren eingesetzt, um dekorative Fassadenelemente schonend zu restaurieren.

Die Maßnahme ist Teil des mehrjährigen Fassadenprogramms für den historischen Stadtkern von Großwardein. Für 2026 ist eine erweiterte Etappe geplant: 19 Gebäude sollen in das Programm aufgenommen werden, für einige liegen bereits technische Projekte vor, die aktualisiert werden müssen.

Parallel dazu wurden 2025 insgesamt 31 Denkmäler konservatorisch betreut. Die Arbeiten – darunter Reinigung, Entstaubung, Imprägnierung und Patina-Angleichung – erfolgten im Rahmen eines Jahresvertrags mit SC Marmorex SRL im Wert von rund 61.700 Lei.

Insgesamt belief sich der Wert der von der Stiftung durchgeführten Arbeiten im Jahr 2025 auf knapp 510.000 Lei.

Darüber hinaus wurden technische Dokumentationen für sechs öffentliche Denkmäler im Libertății-Park, im 1.-Dezember-Park sowie in der Dunărea-Straße erstellt. Für mehrere Objekte war eine Genehmigung des Kulturministeriums erforderlich – unter anderem für die Statue „Maria mit dem Jesuskind“, deren Freigabe bereits vorliegt.

Im Rahmen des Fassadenprogramms wurden acht Eigentümerversammlungen abgehalten. Zwei markante Gebäude wurden für die Einstufung als historische Denkmäler vorgeschlagen: das Bazar-Gebäude sowie das Haus in der Gojdu-Allee Nr. 2. Für das Bazar-Gebäude empfahl die Nationale Denkmalkommission die Einstufung in Kategorie A – also von nationaler Bedeutung.

Finanziell konnte die Stiftung ebenfalls stabile Zahlen vorlegen. Die Stadt Großwardein stellte 2025 sieben Millionen Lei zur Verfügung, davon wurden rund 6,58 Millionen Lei ausgegeben.

Eigene Einnahmen in Höhe von etwa 464.000 Lei sowie Ticketverkäufe von rund 905.000 Lei für die sechs von „Oradea Heritage“ verwalteten Objekte zeigen eine positive Entwicklung. Insgesamt wurden knapp 85.000 Besucher gezählt – ein Plus gegenüber dem Vorjahr.

Zu den kulturellen Höhepunkten 2025 zählten die Tage der Nationalkultur, die Museumsnacht mit über 9000 Gästen, der Welt-Art-Nouveau-Tag sowie die Eröffnung des NOCA-Zentrums im Oktober. Zudem besuchten rund 6000 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis die betreuten Sehenswürdigkeiten im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Schulinspektorat.