Temeswar – Heute ereignet sich an der Temeswarer West-Universität die zweite Studierenden-Tagung zum Thema „Der Mensch und seine Masken“. Zahlreiche Studierende, Lehrende sowie Gäste aus dem kulturellen und diplomatischen Umfeld nehmen an der ganztägigen Veranstaltung im Amphitheater A11 teil.
Zum offiziellen Auftakt um 10:30 Uhr sprechen Grußworte Doz. Dr. Valy Ceia, Prorektorin für Internationalisierung, sowie von Prof. Dr. Dana Percec, Dekanin der Fakultät für Philologie, Geschichte, Philosophie und Theologie. Auch Anja Zougouari, Konsulin der Bundesrepublik Deutschland, sowie Georg Bardeau, Honorarkonsul der Republik Österreich, richten Worte an das Publikum und betonen die Bedeutung interkultureller akademischer Zusammenarbeit. Veranstalter der Tagung sind die Studenten und Dozenten des Fachbereichs Germanistik an der Temeswarer West-Universität mit Unterstützung Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD).
Im Anschluss folgt ein Plenarteil mit zwei Fachvorträgen: Prof. Dr. Elenora Ringler-Pascu bietet unter dem Titel „Eine Reise durch die Geschichte der Maske(n)“ einen kulturhistorischen Überblick, während Harald Weisz vom Deutschen Staatstheater Temeswar das Programm mit Einblicken aus der Theaterpraxis ergänzt.
Nach der Mittagspause präsentieren Studierende in mehreren thematischen Panels ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Im ersten Vortragsblock werden literarische und gesellschaftliche Maskenbilder diskutiert: von Thomas Manns „Felix Krull“ über Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“ bis zu Figuren wie Till Eulenspiegel und Simplicissimus. Weitere Beiträge widmen sich der „Blechtrommel“ Günter Grass oder der Maskensymbolik im Musical „Das Phantom der Oper“, dem Doppelgänger als Identitätsmaske in E.T.A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“, die Poesie als Schutzmaskierung der Menschheit, während es am Ende auch einen ethnologischen Blick auf Ritualmasken und alpine Winterfeste zu werfen gilt.




