Temeswar – Bilder der renommierten österreichischen Fotografin Christine de Grancy werden diese Woche in Temeswar ausgestellt. Das Nationalmuseum des Banats und das Österreichische Kulturforum laden für den morgigen Donnerstag, dem 5. Februar, um 17 Uhr zur feierlichen Vernissage der Ausstellung „Die Leihgötter Wiens. Versteinerte Zeugen“ ein. Die Eröffnung findet in der Maria-Theresia-Bastion statt. An der Veranstaltung nehmen unter anderem die Kuratorin der Ausstellung, Mercedes Echerer, die österreichische Botschafterin in Rumänien, Ulla Krauss-Nussbaumer, der österreichische Honorarkonsul in Temeswar, Georg Bardeau, sowie der stellvertretende Direktor des Nationalmuseums des Banats, Andrei Bălărie, teil.
Die Ausstellung versammelt Fotografien von Statuen und architektonischen Details, die sich auf den Dächern berühmter Wiener Gebäude befinden – Orte, die dem öffentlichen Blick normalerweise verborgen bleiben. Zwischen 1975 und den letzten Jahren ihres Lebens arbeitete Christine de Grancy kontinuierlich an diesem außergewöhnlichen künstlerisch-wissenschaftlichen Projekt an der Schnittstelle von Fotografie, Architektur, Anthropologie, bildender Kunst und Semiotik.
„Die Leihgötter Wiens. Versteinerte Zeugen“ versteht sich als poetische Reflexion über Geschichte, Zeit, die Bedeutung der Kunst und die Kraft des Lebens, heißt es in der Pressemitteilung des Österreichischen Kulturforums Bukarest. Die 2025 verstorbene Künstlerin hatte sich ausdrücklich gewünscht, dass dieses Projekt auch in Temeswar gezeigt wird – einer Stadt, die sie als der österreichischen Hauptstadt in vieler Hinsicht verwandt empfand. Dieser Wunsch wird nun Wirklichkeit: Die Ausstellung ist im Nationalmuseum des Banats bis zum 29. März 2026 zu sehen.
Hinzu kommt eine performative Lesung über Christine de Grancy und ihr Werk. Unter dem Titel „Über Welt und Zeiten – Wien und Klein-Wien in zeitgenössischen literarischen Bildern“ gestaltet die Kuratorin und Schauspielerin Mercedes Echerer zusammen mit den Schauspielern des Deutschen und des Ungarischen Staatstheaters in Temeswar, Karsai Dóra und Harald Weisz, die szenische Lesung. Präsentiert werden literarische Texte zeitgenössischer österreichischer Autorinnen und Autoren, die von den Fotografien Christine de Grancys inspiriert wurden. Das Publikum ist dazu im Foyer des Ungarischen Csiky-Gergely-Staatstheaters und des Deutschen Staatstheaters Temeswar am Freitag ab 16.30 Uhr eingeladen. Die Lesung findet in deutscher, ungarischer und rumänischer Sprache mit Übersetzungen ins Rumänische und Englische statt.





