scn. Temeswar – Die Liste der Ehrendoktoren der West-Universität Temeswar/Timișoara hat sich gestern, kurz vor Jahresende, um einen Namen erweitert: Sanda Golopenția ist nicht nur den Philologen aus Rumänien ein Begriff. Die 1940 geborene Rumänin, die den Titel eines Professor emeritus der „Brown University“ (Providence, USA) trägt, hat sich als Forscherin im Bereich der frankophonen Studien etabliert. Sanda Golopențias Forschungsbereiche umfassen die französische Sprache, Literatur und Kultur des XX. Jahrhunderts, französisches Theater, Semiotik und Sprachphilosophie.
Sanda Golopenția ist die Tochter des namhaften rumänischen Soziologen Anton Golopenția, der mit Dimitrie Gusti zusammengearbeitet hat und schließlich in einem kommunistischen Gefängnis umgekommen ist. In zwei Büchern, die in Rumänien erschienen sind, erinnert Sanda Golopenția an das Schicksal ihres Vaters im Kommunismus: es handelt sich um den 2001 veröffentlichten Band „Anton Golopenția: Ultima carte“ („Anton Golopenția: Das letzte Buch“) sowie um den 2009 erschienenen Band „Viața noastră cea de toate zilele“ („Unser tägliches Leben“).
