Eisenbahnstrecke Kronstadt-Schäßburg wird auch 2030 nicht fertig

Kronstadt – Das Projekt zur Modernisierung der Eisenbahnstrecke Kronstadt– Schäßburg/Sighișoara scheint vom Pech verfolgt zu sein. Der Verein „Pro Infrastructura“, der Investitionen im Eisenbahn- und Straßenbereich überwacht, glaubt nicht, dass die Arbeiten bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein werden. Grund sei eine Fehlkalkulation.

„Die Aufträge für die Strecke Kronstadt-Schäßburg wurden 2020 vergeben. Nach fast sechs Jahren Vertragslaufzeit wurden erst 5,7 der 24 Kilometer Tunnel zwischen Ormeniș und Hamruden/Homorod gegraben. Kürzlich musste man die Arbeiten stoppen, weil das Volumen der Leihgruben falsch berechnet wurde und das aus den Tunneln ausgehobene Material nicht mehr hineinpasste. Es wurden neue Gruben identifiziert, und Anfang Februar wurde die Arbeit wieder aufgenommen“, teilte Pro Infrastructura mit.

Die Liste der Probleme könnte noch weitergehen, wie Vertreter des Vereins angaben: „Der Abschnitt Katzendorf/Cața-Archita weist etwa fünf kritische Stellen mit Erdrutschen, Sümpfen und administrativen Hindernissen auf. Bei diesem Tempo ist 2030 ein viel zu optimistischer Termin für die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke.“

Für die Modernisierung der Strecke Kronstadt-Schäßburg haben die rumänischen Behörden eine europäische Finanzierung erhalten. Nach Abschluss der Arbeiten können Züge auf dieser Strecke mit 160 km/h fahren. Das bedeutet, dass sie weniger als seine Stunde von Kronstadt bis Schäßburg brauchen werden. Zurzeit braucht ein Zug auf dieser Strecke für 120 Kilometer zwischen 3,5 und 4 Stunden.