Temeswar – Die Europäische Kommission hat die Finanzierung für neun neue Krankenhäuser in Rumänien genehmigt. Darunter befindet sich auch das Regionale Onkologie-Institut in Temeswar/Timișoara, eines der wichtigsten Gesundheitsprojekte für Westrumänien. Die Investitionen werden künftig über das Programm „Gesundheit 2021–2027“ finanziert, nachdem sie zuvor im nationalen Plan für Wiederaufbau und Resilienz (PNRR) vorgesehen waren.
Nach Angaben von Gesundheitsminister Alexandru Rogobete bedeutet die Entscheidung vor allem eines: Die Bauarbeiten können ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. „Das heißt ganz einfach: Die Baustellen gehen weiter und diese Krankenhäuser werden fertiggestellt“, erklärte der Minister. Nach monatelangen technischen Arbeiten und Verhandlungen mit europäischen Institutionen werde in den kommenden Wochen die Unterzeichnung der neuen Finanzierungsverträge folgen.
Insgesamt sollen 522 Millionen Euro in das Programm „Gesundheit 2021–2027“ übertragen werden, um die Projekte abzuschließen.
Neben dem Onkologie-Institut in Temeswar profitieren auch andere Kreisnotfallkrankenhäuser – unter anderem in Großwardein/Oradea, Karlsburg/Alba Iulia, Bacău, Argeș, Vaslui und Giurgiu – sowie zwei weitere medizinische Einrichtungen in Pitești und Bukarest von der Finanzierung.
Parallel dazu befinden sich acht weitere Krankenhäuser, die weiterhin über den PNRR finanziert werden, bereits in einem fortgeschrittenen Umsetzungsstadium. Ein Projekt ist bereits abgeschlossen: das Kreisnotfallkrankenhaus in Bistrița-Năsăud.
Hinzu kommen drei Zentren für Schwerbrandverletzte sowie das Regionale Notfallkrankenhaus in Craiova, dessen Bau ebenfalls rasch voranschreitet. Insgesamt entstehen damit 21 neue Krankenhäuser, deren Bau 2022 gleichzeitig gestartet wurde – ein nach Angaben des Gesundheitsministeriums beispielloses Infrastrukturprogramm seit der politischen Wende in Rumänien.
Das Regionale Onkologie-Institut in Temeswar soll bis spätestens Ende 2030 fertiggestellt werden. Der moderne Krankenhauskomplex wird rund 250 Betten umfassen und neben stationären und ambulanten Behandlungen auch umfangreiche Diagnose- und Therapiebereiche bieten.




