Temeswar (ADZ) – Die Timișoara-Gesellschaft hat ihre Solidarität mit der Temeswarer Journalistin Brîndușa Armanca und dem Nachrichtenportal PressHub erklärt. Hintergrund sind mehrere Verleumdungsklagen, die nach Veröffentlichungen im öffentlichen Raum gegen sie angestrengt worden seien.
Wie die Organisation mitteilt, hat die unter dem Dach des Europarats stehende Plattform zur Förderung des Schutzes des Journalismus und der Sicherheit von Journalisten am 18. Februar dieses Jahres eine europäische Warnmeldung (Nr. 23/2026) veröffentlicht. Darin wird auf eine Gefährdung der Pressefreiheit durch gerichtliche Schikanen hingewiesen. Die Meldung trägt den Titel „Investigative Journalist Brîndușa Armanca and PressHub Face Multiple Defamation Lawsuits“.
Betroffen sind neben Armanca und PressHub auch weitere Medien wie Libertatea, Click, Ziarul de Iași und Sursa de Vest. Die Klagen wurden von Beniamin Lup eingereicht, dem Vorsitzenden des Vereins WorldTeach România, einer Nichtregierungsorganisation, die angeblich gegen Menschenhandel tätig ist.
Die beanstandeten Artikel, die seit 2022 auf PressHub erschienen sind, befassen sich unter anderem mit Widersprüchen in den öffentlichen Angaben Lups zur Tätigkeit seiner Organisation sowie mit den Umständen des Todes zweier seiner Ehefrauen, die unter ähnlichen Bedingungen ums Leben kamen.
Die Timișoara-Gesellschaft fordert die rumänischen Behörden auf, die europäische Warnung nicht zu ignorieren. Die Reaktion des Staates auf solche Hinweise sei entscheidend für die Bewertung der Meinungs- und Pressefreiheit.




