Faschingstreiben 2026 in Tschelnik/Celnic bei Anina

Es gibt Eigeninitiativen, die dazu beitragen, dass alte Sitten und Bräuche der Banater Berglanddeutschen nicht in Vergessenheit geraten. So haben Gäste von überall auch in diesem Jahr in der Faschingszeit wieder einmal miterlebt, wie sich die Tschelniker engagieren, Faschingstreiben intensiv zu betreiben, obwohl sie alles im Alleingang unternehmen, ohne weitere Unterstützung, oder hie und da nur mit wenig Unterstützung.

Eine Familie dieses Stadtteils von Anina (er befindet sich beim Eingang in die Stadt Anina, wenn man aus Reschitza kommt), die Familie Kugler, organisiert mit Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer, die hier wohnen oder für diese Faschingstage wieder aus der halben Welt nach Hause kommen, seit einigen Jahren das Faschingstreiben in den Gassen des Stadtteils. Alte Faschingskostüme (einige bereits mehrere Dutzend Jahre alt) werden Wochen davor schon vorbereitet, mehrere Hausfrauen backen fürs Fest die traditionellen Krapfen und die Männer sind bestrebt, ein echtes Gulasch im Kessel für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorzubereiten, die auch in diesem Jahr nicht wenige waren. Animiert zum Aufmarsch durch die beiden Hauptgassen des Stadtviertels wurden alle auch durch die Aninaer/Steierdorfer Blasmusik, geleitet von Dumitru Omescu jr. Und Sonia Kugler, das Herz und die Seele von allem, trug in Deutsch und Rumänisch eigens dazu geschriebene lustige Reime vor, die jeweils bei einigen einzelnen Häusern über die Bewohner dieser so manche „Tugenden“ kundgaben…

Die Stimmung an diesem Nachmittag des 1. Februars 2026 war einmalig, selbst das Wetter hat mitgespielt. Mit dabei waren auch in diesem Jahr u.a. der DFBB-Vorsitzende und sein Stellvertreter, Dr. Ing. Christian Paul Chioncel sowie der Stadtverwalter von Anina und Ortsforumsvorsitzender Dipl.-Ing. Daniel Vlad. Tschelnik  Oheiii, wie alle an diesem Sonntagnachmittag riefen.