Fritz kritisiert prorussische „Souveränisten“

USR-Chef verweist auf EU-Hilfen und russische Angriffe

Temeswar (ADZ) – Temeswars Bürgermeister und USR-Vorsitzender Dominic Fritz hat nach dem jüngsten Drohnenvorfall in Galatz/Galați scharfe Kritik an prorussischen „Souveränisten“ in Rumänien geübt. Wer die Wörter „Russland“ und „Aggressor“ nicht in einem Satz aussprechen könne, sei kein Patriot, erklärte Fritz. Hintergrund ist der Absturz einer russischen Drohne in Galatz. Dabei wurden nach Behördenangaben ein Nebengebäude und ein Strommast beschädigt; 217 Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Es handelt sich laut Fritz um den 44. Drohnenvorfall auf rumänischem Staatsgebiet seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Fritz nahm den Vorfall zum Anlass, die außenpolitische Orientierung nationalistischer und prorussischer Kräfte anzugreifen. Er erinnerte daran, dass Rumänien aus Brüssel mehr als 100 Milliarden Euro für Infrastruktur, Krankenhäuser und Schulen erhalten habe. Aus Russland seien dagegen „44 Drohnen“ gekommen. Zugleich spielte Fritz auf frühere Aussagen von Călin Georgescu an, der den russischen Präsidenten Wladimir Putin als seinem Land „hingegeben“ beschrieben hatte. Der USR-Chef fragte, wann auch rumänische Souveränisten ihrem eigenen Land, Rumänien, und nicht Russland verpflichtet seien. Die Vorstellung, durch Gebietsabtretungen Frieden zu erreichen, wies er zurück. Rumänien kenne legitime politische Unterschiede, erklärte Fritz weiter. Ein gemeinsamer Nenner müsse jedoch bestehen: Wer wirklich patriotisch sei, dürfe nicht hinnehmen, dass Russland Rumänien oder seine Nachbarländer bedroht oder angreift.