Goldene Ehrennadel des DFDR für Christel Ungar-Țopescu

Christel Ungar-Țopescu nahm die Goldene Ehrennadel mit dem dazugehörigen Ehrendiplom vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr entgegen. Foto: Aurelia Brecht

Hermannstadt – Eine besondere Ehrung stand in Hermannstadt/Sibiu am Freitag, den 27. März, ins Haus: Im Georg-Daniel-Teutsch-Saal im Bischofspalais erhielt die Journalistin und Schriftstellerin Christel Ungar-Țopescu die Goldene Ehrennadel des DFDR. Die Auszeichnung wurde nach der Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) verliehen, die an diesem Freitagnachmittag stattfand.

Christel Ungar-Țopescu war seit 1990 TV-Redakteurin beim rumänischen staatlichen Fernsehen TVR. Im Jahr 2003 wurde sie dort Chefredakteurin der Deutschen Sendung „Akzente“ und war immer wieder Mitglied im dortigen Aufsichtsrat. Sie zeichnet außerdem verantwortlich für die „Frauenpower-Serie“, in der sie mit Dokumentarfilmen die Rolle und das Engagement von Frauen aus der rumäniendeutschen Minderheit beleuchtet.

Dr. Paul-Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, eröffnete die Feierstunde mit der Vorstellung von Christel Ungar-Țopescu: „Mit ihren Beiträgen aus allen Landesteilen und auch aus dem Ausland hat sie zu viel zum Verständnis unserer verschiedenen Volksgruppen beigetragen“, so Porr.

Benjamin Józsa, Geschäftsführer des DFDR, hob in seiner Laudatio mit dem den Autor Erich Kästner paraphrasierenden Titel „Die dreifache Christel“ eben jene Vielseitigkeit hervor, die alle Redner anlässlich der Ehrung erwähnten. Die erste Christel habe beispielsweise Preise und Auszeichnungen für das Interview mit der weltbekannten Violinistin Anne-Sophie Mutter, für ein Porträt des Hermannstädter Malers Hans Hermann oder für die „Beste Sendung in der Sprache einer nationalen Minderheit“ erhalten. Die zweite Christel widme sich immer wieder der Poesie: Die Gedichtbände „So blau“, „Wenn wir jetzt“ oder „Du bist mein Kreuz“ legten Zeugnis darüber ab. Die dritte Christel wiederum habe sich der Musik verschrieben und punkte als Jazzsängerin mit unvergesslichen Interpretationen. Józsa schloss mit den Worten: „Wir sind heute zusammengekommen, um die Filmemacherin, die Moderatorin, die Dichterin und die Sängerin Christel Ungar zu ehren. Vor allen Dingen aber ehren wir den Menschen, ohne den man sich unsere deutsche Gemeinschaft nicht vorstellen kann, den Menschen, der Zeit seines Lebens nicht nur gewusst hat, wo sein Platz ist, sondern diesen auch jedes Mal exemplarisch ausgefüllt hat und – das ist wichtig! – auch weiter ausfüllen wird. Der Vorstand des DFDR hätte keine bessere Wahl treffen können.“

Von Seiten der Evangelischen Kirche A.B. Rumänien ergriff Hauptanwalt Friedrich Gunesch das Wort: Die Sichtbarkeit der EKR sei ohne die Geschwister Ungar nicht auszudenken. Christel, Beatrice und Arno gehörten einfach mit dazu. Christel Ungar-Țopescu sei immer präsent gewesen: „aktiv und herausfordernd einerseits, mit Verständnis und viel Liebe andererseits, mit der Poesie und dem Gesang, für die Gemeinschaft und für die Kirche.“

Die Gewürdigte stieß nach dem offiziellen Festakt mit den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern von Forum und Kirche an: „Ich fühle mich erstens einmal geehrt, dankbar natürlich, aber auch motiviert weiter zu machen. Man fühlt sich auf dem richtigen Weg und erkannt auf dem richtigen Weg von anderen. Dadurch fühlt man sich zugehörig zu einer Gemeinschaft – zum Forum und zur Kirche. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn einem aus seinen eigenen Reihen gedankt wird“, sagte Christel Ungar-Țopescu nach ihrer Auszeichnung.