Grenzüberschreitende Kulturinitiative stärkt Partnerschaft mit Ungarn

Sathmar – Die Stadt Sathmar/Satu Mare wird im März zum Treffpunkt eines interkulturellen Dialogs: Drei Tage lang kommen Vertreter von Kultureinrichtungen aus der Grenzregion zusammen, um neue Impulse für die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Ungarn zu setzen. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Workshops, Austauschformate und die Entwicklung gemeinsamer Projekte.

Die thematischen Arbeitsateliers bringen Fachleute aus den Kreisen Sathmar und Szabolcs-Szatmár-Bereg (Ungarn) zusammen. Diskutiert werden erfolgreiche Praxisbeispiele, nachhaltige Initiativen und konkrete Kooperationsideen – von Theater und Musik über Tanz bis hin zur Gastronomie. Ziel ist es, langfristige Partnerschaften zu stärken und neue kulturelle Angebote für die Bevölkerung beiderseits der Grenze zu schaffen.

Die Workshops sind Teil des Projekts „CultuRO-HUb“, das die interkulturellen Beziehungen systematisch ausbauen soll. Neben inhaltlicher Zusammenarbeit setzt das Projekt auch auf sichtbare bauliche Maßnahmen: In Sathmar wird ein bislang vernachlässigtes Gebäude in der Porumbeilor-Straße zu einem modernen multifunktionalen Kulturzentrum umgestaltet. Zudem erhält die Fassade der Philharmonie eine umfassende Sanierung.

Auch das Nordtheater der Stadt wird modernisiert – unter anderem durch den Einbau einer Klimaanlage, die künftig für bessere Bedingungen bei Aufführungen sorgen soll. Damit werden nicht nur Arbeitsbedingungen für Künstler verbessert, sondern auch der Komfort für das Publikum erhöht.

Parallel dazu wird die Zusammenarbeit mit der ungarischen Partnerstadt Nyíregyháza intensiviert. Gemeinsam wollen die Städte das grenzüberschreitende Kulturangebot erweitern und neue Veranstaltungsformate entwickeln.

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts wird ein groß angelegtes multikulturelles Festival in Sathmar sein. Es soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Region feiern und die Vielfalt der Gemeinschaften aus Rumänien und Ungarn sichtbar machen. Dabei werden auch die neu geschaffenen oder modernisierten Kulturinfrastrukturen aktiv eingebunden.