Sathmar/Călinești-Oaș – Angesichts zunehmender Wetterextreme setzt der Kreis Sathmar/Satu Mare verstärkt auf den Ausbau seines Hochwasserschutzes. Im Mittelpunkt steht dabei ein Großprojekt: die umfassende Sanierung der Talsperre Călinești-Oaș, für die Investitionen von über 50 Millionen Lei vorgesehen sind.
Die Thematik stand im Zentrum einer Sitzung des Präfekturkollegiums, die am 28. April von Präfekt Tamás Altfatter einberufen wurde. Diskutiert wurden dabei zentrale Maßnahmen zur Sicherheit der Bevölkerung sowie der Investitionsplan der Wasserwirtschaftsbehörde für das Jahr 2026.
Das Wasserwirtschaftssystem im Kreis Satmar ist weit verzweigt und umfasst mehr als 1100 Kilometer erfasste Wasserläufe sowie über 560 Kilometer Schutzdämme. Hinzu kommen zwei dauerhafte Stauseen – Călinești-Oaș und Hodișa –, mehrere temporäre Rückhaltebecken sowie ein Netz von hydrometrischen Messstationen.
Für das laufende Jahr planen die Behörden gezielte Eingriffe, um die Infrastruktur weiter zu stärken. Dazu gehören unter anderem die Erhöhung und Stabilisierung von Dämmen entlang des Flusses Tur, Uferbefestigungen am Talna-Bach sowie Entschlammungsarbeiten am Fluss Crasna und in angrenzenden Tälern. Ein Teil dieser Maßnahmen soll in Zusammenarbeit mit den lokalen Verwaltungen umgesetzt werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Talsperre Călinești-Oaș, die eine zentrale Rolle im regionalen und grenzüberschreitenden Hochwasserschutz spielt. Sie schützt nicht nur Gemeinden in Rumänien, sondern auch angrenzende Gebiete in Ungarn vor Überschwemmungen.
Nach einer technischen Analyse im Jahr 2025 wurde nun ein umfassendes Konzept zur Modernisierung der Anlage erarbeitet. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf rund 51,5 Millionen Lei. Derzeit wird die technische und wirtschaftliche Dokumentation vorbereitet, um das Projekt in die Umsetzungsphase zu bringen.




