Großprojekt erreicht 68 Prozent Baufortschritt

Neustadt – Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Verwaltungspalast in Neustadt/Baia Mare kommen schneller voran als erwartet. Weniger als ein Jahr nach dem offiziellen Baustart im Februar 2025 ist das Großprojekt bereits zu 68 Prozent abgeschlossen. Nach aktuellen Einschätzungen soll das Gebäude noch im Laufe des Jahres 2026 wieder in Betrieb genommen werden – deutlich früher als der vertraglich vorgesehene Fertigstellungstermin im Januar 2027.

Der Verwaltungspalast, errichtet im Jahr 1970, zählt mit einer Nutzfläche von knapp 12.000 Quadratmetern zu den bedeutendsten öffentlichen Gebäuden der Stadt. In dem Komplex sind 13 kreisweit tätige öffentliche Institutionen untergebracht. Ziel der laufenden Arbeiten ist eine umfassende Modernisierung, die sowohl die strukturelle Sicherheit als auch den Nutzungskomfort deutlich verbessern soll.

Das Projekt umfasst die bauliche Konsolidierung, die Sanierung der Fassade, eine vollständige Erneuerung der technischen Installationen sowie die Umsetzung energieeffizienter Lösungen. Neben den Innenräumen – Büros, Sitzungssälen und dem markanten Turmbereich – werden auch die Außenflächen neu gestaltet. Geplant ist unter anderem die Schaffung eines öffentlichen Promenadenbereichs, der das Gebäude stärker in das städtische Leben einbindet.

Der Vertrag für Planung und Ausführung wurde im September 2023 unterzeichnet und hat ein Volumen von 131 Millionen Lei. Die Arbeiten werden von einer Arbeitsgemeinschaft aus vier Unternehmen ausgeführt, angeführt von Euras SRL aus Sathmar/Satu Mare, gemeinsam mit Firmen aus Bukarest, Neustadt/Baia Mare und Negrești Oaș. Der Gesamtwert des Projekts liegt bei über 145 Millionen Lei, sämtliche Beträge inklusive Mehrwertsteuer.

Finanziert wird die Sanierung überwiegend aus europäischen und nationalen Fördermitteln. Der Großteil stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, ergänzt durch Mittel aus dem rumänischen Staatshaushalt. Die Fördergelder werden über die Regionalentwicklungsagentur Nordwest im Rahmen des Regionalprogramms Nordwest bereitgestellt.