Neustadt – Das Großprojekt zum integrierten Abfallmanagement im Kreis Maramuresch macht einen wichtigen Schritt nach vorne: Anfang März wurde die notwendige Dokumentation für die Umweltgenehmigungen eingereicht. Damit rückt die Inbetriebnahme des Systems in greifbare Nähe.
Am 2. März 2026 übermittelten die Verantwortlichen die Unterlagen an die Umweltschutzbehörde des Kreises Maramuresch. Ziel ist die Erteilung der integrierten Umweltgenehmigung für das zentrale Abfallmanagementzentrum sowie weiterer Genehmigungen für Transfer- und Sortierstationen und Einrichtungen zur Sammlung sperriger Abfälle.
Derzeit prüfen Experten der Behörde die eingereichten Dokumente. Nach gesetzlichen Vorgaben kann die Genehmigung innerhalb von maximal 180 Tagen erteilt werden. Eine Entscheidung wird voraussichtlich im September erwartet.
Das Projekt verfolgt ein klares Ziel: ein modernes, effizientes und umweltfreundliches Abfallmanagementsystem, das den Standards der Europäischen Union entspricht. Neben der Verbesserung der Dienstleistungen steht vor allem die Reduzierung historisch belasteter Standorte im Fokus.
Die geplanten Maßnahmen sind umfangreich. Künftig sollen Abfälle ausschließlich in konformen Deponien gelagert werden, während alte, nicht den Vorschriften entsprechende Deponien geschlossen werden. Gleichzeitig wird die getrennte Sammlung weiter ausgebaut, um Recyclingquoten zu erhöhen und die Menge der deponierten Abfälle zu reduzieren. Auch der Transport von Müll soll optimiert werden, um Umweltbelastungen zu verringern.
Mit einem Gesamtvolumen von über 396 Millionen Lei zählt das Vorhaben zu den größten Infrastrukturprojekten der Region. Finanziert wird es unter anderem durch den Kohäsionsfonds der Europäischen Union sowie nationale und lokale Mittel.
Die Umsetzung des Projekts läuft bereits seit 2015 und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Mit der Fertigstellung würde der Kreis Maramuresch einen entscheidenden Schritt in Richtung nachhaltiger Abfallwirtschaft und Umweltschutz machen.




