Temeswar – Ein entscheidender Schritt für eines der größten Infrastrukturprojekte in Westrumänien ist getan worden: Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens für den Neubau des „Dan Păltinișanu“-Fußballstadions ist keine weitere Beschwerde eingegangen. Damit steht fest, dass das Projekt umgesetzt werden kann. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium unter der Leitung des Bauunternehmens Concelex, das bereits das „Steaua“-Stadion in Bukarest sowie weitere Infrastrukturprojekte in Temeswar realisiert hat (die ADZ berichtete).
Überraschend fiel zudem die endgültige Kostenschätzung niedriger aus als ursprünglich angenommen: Statt rund 140 Millionen Euro soll das neue Stadion etwa 120 Millionen Euro kosten. Die offizielle Zustimmung zur Kofinanzierung soll in einer Sitzung des Kreisrats erfolgen. Geplant ist, dass der Kreis Temesch zunächst rund 25 Prozent der Investition übernimmt – konkret etwa 126 Millionen Lei (rund 25 Millionen Euro). Diese Summe sei deutlich niedriger als zuvor öffentlich diskutierte Beträge, die laut dem Kreisratsvorsitzenden Alfred Simonis teilweise auf Fehlinformationen zurückzuführen seien.
Nach der Unterzeichnung des Bauvertrags soll die Planungsphase unmittelbar beginnen. Erste vorbereitende Arbeiten auf der Baustelle könnten bereits parallel anlaufen. Der eigentliche Baubeginn ist noch für dieses Jahr vorgesehen, zunächst finanziert aus Mitteln des Kreisrats. Ab 2027 soll die rumänische Regierung die Finanzierung übernehmen.
Das neue Stadion wird auf dem Gelände der alten Arena errichtet, die bereits vollständig abgerissen wurde. Mit einer Kapazität von rund 32.000 Plätzen soll es nach der Nationalarena in Bukarest zu den größten und modernsten Stadien Rumäniens zählen.




