Hausdurchsuchungen bei Zuhälter- und Menschenhändlerring

Bukarest – Am vergangenen Donnerstag vollstreckte die Antimafiastaatsanwaltschaft DIICOT 24 Hausdurchsuchungsbefehle in den Landeskreisen Constanța, Ilfov, Ialomița und in der Stadt Bukarest in einem Strafverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, des Menschenhandels, der Zuhälterei und der Geldwäsche. Es gibt schwere Vorwürfe gegen einen Bukarester Nachtclub im Sector 5, so DIICOT in einer Pressemitteilung.

„Die vorliegenden Beweise ergaben, dass vier Verdächtige ab 2018 im Raum Bukarest eine kriminelle Vereinigung bildeten, der sich im Laufe der Zeit weitere Mitglieder anschlossen. Ziel der Vereinigung war es, durch die Ausbeutung junger Frauen, die in einem Nachtclub im 5. Sektor von Bukarest zur Prostitution gezwungen wurden, hohe Geldsummen zu erwirtschaften“, berichten die Beamten in der Mitteilung.

Bis Februar 2026 sollen die Mitglieder der kriminellen Vereinigung Dutzende junger Frauen über die Website des Clubs sowie über Anzeigen in sozialen Netzwerken angeworben haben. Sie überzeugten die Frauen, Verträge abzuschließen, indem sie ihnen vorgaukelten, dass es sich bei der im Club stattfindenden Aktivität um künstlerischen Tanz handeln würde. „Tatsächlich wurde den Opfern nach ihrer Anstellung erklärt, dass sie nur Geld verdienen könnten, wenn sie den Clubbesuchern gegen Bezahlung sexuelle Dienstleistungen anböten“, so die Behörde weiter.

Die Mitglieder der kriminellen Vereinigung sollen in der Regel junge Menschen mit geringer Bildung, ohne familiäre Unterstützung, mit geringen finanziellen Mitteln und ohne Arbeit rekrutiert haben.