Großwardein – Die Stadt Großwardein/Oradea hat einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht: Mit der feierlichen Einweihung einer neuen hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wurde das alte, seit 1966 betriebene System endgültig abgelöst. Was einst als veraltete Infrastruktur galt, ist nun durch moderne Technologie ersetzt worden – ein Meilenstein für die Energieversorgung der Stadt.
Bei der Eröffnung betonten Bürgermeister Florin Birta und Entwicklungsminister Attila Cseke die Bedeutung des Projekts, das nicht nur die Versorgungssicherheit erhöht, sondern auch einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Rund 47 Millionen Euro wurden in die neue Anlage investiert – ein Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, in das insgesamt bereits etwa 250 Millionen Euro geflossen sind.
Besonders bemerkenswert ist das integrierte System Großwardeins: Die Stadt steuert selbst die gesamte Kette – von der Energieerzeugung bis hin zur Verteilung. Ein Modell, das in Rumänien Seltenheitswert hat und zunehmend als Vorbild gilt.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Netzverluste konnten deutlich reduziert werden, während gleichzeitig die CO2-Emissionen massiv gesenkt wurden – von rund einer Million Tonnen auf nur noch etwa 220.000 Tonnen. Zudem zählt Großwardein mittlerweile zu den Städten mit den niedrigsten Wärmepreisen des Landes.
Doch die neue Anlage kann noch mehr: Neben Wärme produziert sie auch Strom und erreicht im Vollbetrieb eine Leistung von bis zu 70 MWh. Dank der hohen Effizienz soll sich die Investition bereits innerhalb von sieben Jahren amortisieren.
Auch auf nationaler Ebene wird das Projekt aufmerksam verfolgt. Minister Attila Cseke lobte die enge Zusammenarbeit zwischen lokaler Verwaltung und Regierung und bezeichnete Großwardein als eines der modernsten urbanen Zentren des Landes. Insgesamt umfasst das staatliche Förderprogramm Investitionen in Milliardenhöhe – weitere Projekte für die Stadt sind bereits genehmigt.




