Großwardein – Das Verwaltungsgebäude des Kreises Bihor in Großwardein/Oradea wurde umfassend energetisch saniert. Der Bau beherbergt heute mehrere wichtige Institutionen, darunter die Präfektur des Kreises Bihor sowie den Kreisrat. Das Projekt, das über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan finanziert wurde, hatte ein Volumen von rund 12 Millionen Lei (inklusive Mehrwertsteuer).
Im Rahmen einer Abschlusskonferenz am 16. April wurden die Ergebnisse der Modernisierung vorgestellt. Die Arbeiten umfassten nicht nur eine energetische Aufwertung, sondern auch eine grundlegende technische und funktionale Erneuerung des historischen Gebäudes.
Ziel der Sanierung war es vor allem, den Energieverbrauch deutlich zu senken und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen im Gebäude zu verbessern. Dafür wurde die Fassade gedämmt, moderne Klima- und Belüftungssysteme installiert und die Beleuchtung vollständig erneuert. Auch in Sachen Digitalisierung ist das Gebäude nun auf dem neuesten Stand: Ein flächendeckendes Glasfasernetz wurde integriert, um zukünftige „smarte“ Anwendungen zu ermöglichen.
Zusätzlich kamen nachhaltige Lösungen zum Einsatz – etwa alternative Systeme zur Stromerzeugung, die langfristig zur Reduzierung der Betriebskosten beitragen sollen.
Das Verwaltungsgebäude, ein barockes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, steht unter Denkmalschutz. Entsprechend sensibel mussten die Arbeiten durchgeführt werden. Neben der technischen Modernisierung wurden auch bauliche Mängel behoben: Das Dach wurde komplett instand gesetzt, beschädigte Holzelemente ersetzt und die Fassade gesichert. Innenräume, die von den Arbeiten betroffen waren, erhielten eine neue Gestaltung.
Ein besonderes Highlight ist die neue Fassadenbeleuchtung. Dank einer privaten Spende kann das Gebäude künftig in verschiedenen Farben angestrahlt werden – etwa zu nationalen Feiertagen oder im Rahmen von internationalen Kampagnen. Damit soll der Verwaltungssitz nicht nur funktional, sondern auch symbolisch stärker in das öffentliche Leben eingebunden werden.




