Temeswar – Im Rahmen seiner Reise durch das Banat besuchte der seit 2025 amtierende Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV), Stephan Mayer (MdB, CSU), am Dienstag, dem 31. März, zentrale deutschsprachige Institutionen in Temeswar/Timișoara. Begleitet wurde er dabei von einer hochrangigen Delegation, darunter Hartmut Koschyk, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Paul-Jürgen Porr, Landesvorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), sowie der DFDR-Abgeordnete Ovidiu-Victor Ganț und Benjamin Neurohr, Geschäftsführer des Banater Vereins für internationale Kooperation (BVIK) „Banatia“.
Der Antrittsbesuch des neuen BdV-Präsidenten diente primär dem persönlichen Kennenlernen und dem direkten Austausch mit den Vertretern der deutschen Minderheit vor Ort. Die erste Station führte die Delegation in das Temeswarer Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus (AMG-Haus). Dort traf Mayer mit führenden Köpfen der Gemeinschaft zusammen, unter ihnen Dagmar Șiclovan, Geschäftsführerin des Deutschen Forums im Banat, und Helmut Weinschrott, Leiter der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die soziale Arbeit der Stiftung sowie die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven des Regionalforums.
Im Anschluss setzte die Delegation ihren Rundgang am Nikolaus-Lenau-Lyzeum fort. Beim Zusammentreffen mit Schulleiterin Simona Mateiu und Frank Lemke, dem Leiter der Deutschen Spezialabteilung, verschafften sich die Gäste einen Überblick über die aktuelle Situation des deutschen Schulwesens in Temeswar. Diskutiert wurden dabei nicht nur die baulichen und pädagogischen Erfolge der Traditionsschule, sondern auch die Bedeutung der deutschen Sprache als Brückenschlag für die Zukunft der Jugendlichen im Banat.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des römisch-katholischen Doms. Dort kam es zu einem intensiven Gedankenaustausch mit Generalvikar Johann Dirschl. Thema waren hierbei vor allem die Rolle der Kirche im sozialen Gefüge der Diözese Temeswar sowie der Erhalt des kulturellen und religiösen Erbes der Banater Schwaben.
Kulturelle Identität, wirtschaftliche Dynamik und deutschsprachiges Lehrwesen im Banat sowie die Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien waren somit auch die Hauptthemen des deutschen Besuchs Anfang der Woche im Banat.
Stephan Mayer besuchte am Montagvormittag auch die Banater Ortschaft Billed/Biled und die Kleinstadt Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare, wo er sich vor Ort bei Kaffee und Kuchen mit Vertretern der deutschen Gemeinschaft, der Ortsforen, der „Nestor Oprean“-Schule mit Unterricht in deutscher Sprache in Großsanktnikolaus und der römisch-katholischer Kirche zusammensetzte (die ADZ berichtete). Den Abschluss des intensiven Besuchstages am Montag bildete ein gemeinsames Abendessen mit Vertretern der deutschen Investoren und der regionalen Wirtschaftslandschaft in Temeswar.





