Reschitza – Bei der Stadtratstagung von Ende Februar standen 46 Entscheidungen an, für die sich die Rathausleitung mit den Stadträten beraten wollte, um die Vorhaben und Entscheidungen absegnen zu lassen. Sieben davon betrafen den Tätigkeitsbereich Sauberhaltung der Stadt und damit das darauf spezialisierte stadteigene Unternehmen. Denn die Stadt kündigte einen Vertrag mit einer Firma aus Hunedoara, der 2024 unterzeichnet wurde und bis 2029 hätte laufen sollen. Er betraf Insektenbekämpfung (vor allem Zecken und Stechmücken/Gelsen), Desinfektionen und Bekämpfung von Nagetieren (in erster Linie Ratten und Mäuse).
Die Stadt kündigte erst, mit Zustimmung der Stadträte, den Vertrag mit der Firma aus Hunedoara. Ursprünglich sollten die Insektenbekämpfungen, Desinfektionen und Entrattungen die Stadt pro Jahr 1.587.977,91 Lei kosten. Die Summe war aufgrund einer Ausschreibung festgelegt worden. Das hätte die Stadt in den fünf Jahren, solange der Vertrag gilt, 7.939.889,55 Lei gekostet. Doch schon ein Jahr nach Vertragsabschluss trat die Firma an die Stadt mit der Forderung heran, unter diversen Vorwänden (und in Übertretung des Art 221 von Gesetz 98/2016) einen Jahrestarif von 3.720.054,04 Lei zu akzeptieren (also 18,600.270,20 Lei in fünf Jahren Vertragszeit), was flagrant den Regelungen öffentlicher Ankäufe widersprochen hätte. Reschitza kündigte also den Vertrag aufgrund des einstimmigen Beschlusses seiner Ratsherrn.
Daraufhin änderten die Ratsherrn das Profil und erweiterten den Aufgabenbereich des stadteigenen Unternehmens für die Instand- und Sauberhaltung der Stadt und fügten ihm eine Abteilung für Insektenbekämpfungen, Desinfektionen und Entrattungen hinzu, ließen Kosten und Organigramm sowie Tarife berechnen und umorganisieren und stellten letztendlich fest, dass die sieben Tagesordnungpunkte, durchgerechnet, der Stadt eine Einsparung von 384.816,61 Lei (gegenüber dem von der Firma aus Hunedoara geforderten Ursprungstarif) erbringen. Gleichzeitig, aufgrund von Umorganisierungen, nur zwei Neuanstellungen in der neuen Abteilung erheischen. Die Personalkosten bleiben sogar die gleichen.
Bleibt die Hoffnung, dass das auf dem Papier Errechnete und von den Stadträten ohne Gegenstimme Angenommene auch in der alltäglichen Arbeit so funktioniert, wie dem Stadtrat dargestellt und von diesem akzeptiert. Nur eins schafften Stadtleitung und Stadtrat nicht: das sperrige Kürzel der Bezeichnung der stadteigenen Firma griffiger zu gestalten: DÎRPCLSIPD. Dem müsste jetzt noch die Erweiterung der Dienstleistung, mit dem rumänischen Kürzel DDD, hinzugefügt werden, womit dann die erweiterte Abteilung/Stadtfirma abgekürzt SP DÎRPCLSIPDDDD heißen würde .... (aufgeschlüsselt: „Serviciul Public Direcția pentru Întreținerea și Repararea Patrimoniului Consiliului Local, Serviciul de Iluminat Public și Deszăpezire, Dezinsecție, Desinfecție și Deratizare“).




