Großwardein – Die Kriminalität im öffentlichen Raum ist im Kreis Bihor im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Wie aus der Jahresbilanz der Kreispolizei hervorgeht, sank die registrierte Gesamtkriminalität um 17 Prozent. Besonders erfreulich: Bei schweren Gewalttaten konnten alle Täter ermittelt werden – die Aufklärungsquote lag hier bei 100 Prozent.
Auch die Straßenkriminalität ging um 18 Prozent zurück, Gewaltdelikte insgesamt um 17 Prozent. Fälle von Körperverletzung nahmen um 26 Prozent ab, Mordfälle sanken von fünf auf drei, ebenso halbierte sich die Zahl der versuchten Tötungsdelikte. Raubüberfälle gingen um 19 Prozent zurück, Diebstähle um 13 Prozent.
Im Bereich Eigentumskriminalität zeigen sich ebenfalls klare Erfolge: Wohnungseinbrüche gingen um 31 Prozent zurück, Diebstähle aus Autos um 24 Prozent. Auch Fahrzeugdiebstähle (-14 Prozent) und Diebstähle aus Firmen (-4 Prozent) waren rückläufig.
Sorge bereitet hingegen der Anstieg von Betrugsdelikten um 18 Prozent – insbesondere im digitalen Bereich. Hier will die Polizei ihre Präventions- und Ermittlungsarbeit weiter verstärken.
Während die Zahl der wirtschafts- und finanzbezogenen Straftaten insgesamt um 17 Prozent sank, stieg die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen um 13 Prozent auf 347 Personen. Besonders deutlich nahm die Zahl der Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung zu: 180 Personen wurden in diesem Bereich untersucht.
Ein Schwerpunkt lag auf der Schadenswiedergutmachung: Rund 12,7 Millionen Lei konnten in die Staatskasse zurückgeführt werden. Das entspricht einer Rückgewinnungsquote von 75,7 Prozent der durch angeklagte Personen verursachten Schäden.
Zum dritten Mal in Folge sank die Zahl schwerer Verkehrsunfälle – um 21 Prozent. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück. Dennoch stieg die Zahl der Verkehrstoten von 36 auf 47.
Die Verkehrspolizei verhängte mehr als 35.000 Bußgelder, vor allem wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen. 303 Strafverfahren wurden wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss eingeleitet, weitere 78 wegen Fahrens unter Drogeneinfluss. Zudem wurden fast 3900 Führerscheine vorübergehend eingezogen.
Positiv: Alle Fahrer, die nach einem Unfall geflüchtet waren, konnten identifiziert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Schutz von Opfern häuslicher Gewalt. 2025 wurden 626 Schutzanordnungen erlassen, 129 Personen elektronisch überwacht und über 31.000 Warnmeldungen bearbeitet. In mehr als 100 Fällen wurden Strafverfahren wegen Verstößen gegen Schutzanordnungen eingeleitet.




