Kampagne zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Temeswar – Rumänien steht weiterhin an erster Stelle in der Europäischen Union, sowohl hinsichtlich der Inzidenz als auch der Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs. Landesweit werden jährlich über 2500 Fälle diagnostiziert, und fast 1500 Frauen verlieren den Kampf gegen diese Krankheit. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen des Vereins OncoHelp – OncoHelp-Onkologiezentrum über 1800 Krankenhausaufnahmen aufgrund von Gebärmutterhalskrebs verzeichnet.

In über 95 Prozent der Fälle wird die Krebserkrankung durch eine Infektion mit dem HPV-Virus verursacht. „Gebärmutterhalskrebs gehört zu den wenigen Krebserkrankungen, die verhindert werden können. Und dennoch ist die Zahl der Frauen, die sich impfen lassen, gering. Das erklärt, warum die Inzidenz und die Sterblichkeit deutlich höher sind als in den übrigen europäischen Ländern. Zudem verläuft diese Form der Krebserkrankung langsam. Die Patientinnen durchlaufen ein präkanzeröses Stadium, das bei einer gynäkologischen Untersuchung erkannt werden kann und sofort behandelt werden kann. Der Pap-Test und der HPV-Test können mikroskopische Veränderungen erkennen, die dem Auftreten von Krebs weit vorausgehen. Wenn Symptome auftreten, befindet sich die Krankheit meist bereits in einem fortgeschrittenen Stadium“, sagt die Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie Dr. Viorica Iuga.

Im Rahmen des OncoHelp-Vereins ist der April der Monat der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs. Die Kampagne umfasst eine Erstberatung, gefolgt von einem Pap-Test. Die Untersuchungen richten sich an Frauen im Alter zwischen 25 und 65 Jahren und erfordern keine Überweisung. Im April finden die Beratung und die Untersuchung jeden Mittwoch zwischen 9 und 16 Uhr nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0752-266170 statt.