Temeswar – Am Klinischen C.F.-Krankenhaus in Temeswar/Timișoara wurde ein einzigartiges nationales Programm gestartet, das Patienten mit systemischer Sklerose und fortschreitenden Finger- oder Zehengeschwüren eine kostenlose Behandlung ermöglicht.
Die seltene Autoimmunerkrankung systemische Sklerose betrifft Haut und innere Organe und kann zu schweren Komplikationen wie digitalen Ulzera führen. Diese entstehen durch Durchblutungsstörungen und können im schlimmsten Fall Infektionen oder Amputationen nach sich ziehen.
„Die Beeinträchtigung der kleinen Blutgefäße ist charakteristisch für die systemische Sklerodermie. Sie manifestiert sich zunächst in Form des Raynaud-Phänomens, einem Vasospasmus, der sich durch eine Blässe der Finger, anschließend eine Blaufärbung und später das Auftreten von Rötungen nach Kälteeinwirkung oder Rauchen äußert. Das Ray-naud-Phänomen geht den klinischen Manifestationen der Sklerodermie um bis zu einige Jahre voraus. Die Hautveränderung äußert sich zunächst durch Ödeme, geschwollene Finger, später durch Verhärtung und Infiltration und schließlich durch Atrophie. Die Patienten haben Schwierigkeiten bei der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten: Anziehen, Essen, Arbeiten am Computer“, sagt Doz. Dr. Alexandru Caraba, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Nephrologie, Leiter der Abteilung für Rheumatologie am Klinischen Krankenhaus C.F. Temeswar.
Laut Doz. Dr. Alexandru Caraba setzt das nationale Programm auf frühzeitige Diagnose, umfassende Untersuchungen und moderne Therapien. Ziel ist es, neue Geschwüre zu reduzieren, Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Patienten können sich in dem rheumatologischen Ambulatorium des Temeswarer Krankenhauses untersuchen lassen – auf Grundlage einer Überweisung durch Haus- oder Fachärzte.




