Kreis Bihor intensiviert Rückfallprävention

Großwardein – Die Präfektur des Kreises Bihor hat Anfang der Woche das zweite Arbeitstreffen zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur Verhinderung von Rückfälligkeit 2025–2029 veranstaltet. Ziel der Initiative ist es, gefährdete Personen und Familien frühzeitig zu erkennen, Rückfälle zu vermeiden und die soziale Wiedereingliederung nach Haftstrafen zu unterstützen.

Erstmals beteiligten sich auch Haftanstalten aus den Kreisen Sathmar/Satu Mare und Arad an dem Projekt. Präfekt Marcel Dragoș betonte, dass Rückfallprävention nicht isoliert erfolgen könne, sondern nur durch eine echte Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Gemeinden wirksam werde.

An dem Treffen nahmen Vertreter der lokalen Behörden, der Gefängnisse, des Bewährungsdienstes Bihor, sozialer Einrichtungen, Religionsgemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand, wie besonders gefährdete Personen und Familien frühzeitig unterstützt werden können – angefangen bei der Prävention von Schulabbrüchen bei Kindern inhaftierter Eltern bis hin zur Bereitstellung integrierter sozialer Dienste, die dazu beitragen, dass Lebensschwierigkeiten nicht in kriminelle Laufbahnen münden.

Die Erfahrung und Fachkenntnis der beteiligten NGOs und Religionsgemeinschaften, von denen einige offiziell von der Nationalen Gefängnisverwaltung oder der Nationalen Bewährungsdirektion anerkannt sind, bilden dabei eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen. Durch die Vernetzung von Bürgermeisterämtern, Sozialdiensten, Bewährungsstellen und Gefängnissen soll ein unterstützendes System entstehen, das fehlende soziale Beziehungen ausgleicht, prosoziale Lebensweisen fördert und die Integration in Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt erleichtert. Damit sollen Stigmatisierung verringert und die Sicherheit in den Gemeinden erhöht werden.