Großwardein – Der Kreis Bihor verzeichnete zum Ende des vergangenen Jahres einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Nach Angaben der Kreisagentur für Beschäftigung (AJOFM Bihor) waren Ende Dezember insgesamt 5184 Personen als arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Arbeitslosenquote auf 2,18 Prozent – ein Plus von 0,06 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat.
Von den registrierten Arbeitslosen waren 2752 Frauen. Rund ein Drittel der Betroffenen, konkret 1929 Personen, bezog Arbeitslosengeld, während mehr als 3200 Menschen ohne finanzielle Unterstützung arbeitslos gemeldet waren. Auffällig bleibt weiterhin der deutliche Unterschied zwischen Stadt und Land: Fast drei Viertel der Arbeitslosen stammen aus dem ländlichen Raum, lediglich 1310 Personen leben in urbanen Gebieten.
Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass vor allem ältere Arbeitnehmer betroffen sind. Mit 1201 Personen stellt die Gruppe der über 55-Jährigen den größten Anteil. Auch die Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren ist mit knapp 1200 Arbeitslosen stark vertreten. Junge Menschen unter 25 Jahren machen hingegen weniger als 15 Prozent der registrierten Arbeitslosen aus.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Bildungsniveau. Mehr als 60 Prozent der Arbeitslosen verfügen lediglich über eine Grund- oder Sekundarstufe-I-Ausbildung. Personen mit Hochschulabschluss sind mit acht Prozent vergleichsweise selten vertreten. „Arbeitslose mit niedriger formaler Qualifikation sind am stärksten von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen“, betonen Vertreter der AJOFM Bihor.
Besorgniserregend ist zudem die Einschätzung der Beschäftigungsfähigkeit: Fast die Hälfte der Arbeitslosen gilt als schwer vermittelbar, weitere vier Prozent sogar als sehr schwer vermittelbar. Nur ein Prozent der registrierten Personen wird als leicht in den Arbeitsmarkt integrierbar eingestuft.




