Modernisierung der meistbefahrenen Kreisstraße gestartet

EU-gefördertes Projekt soll binnen 18 Monaten fertiggestellt werden

Temeswar (ADZ) – Die am stärksten beschädigte und zugleich meistbefahrene Kreisstraße im Kreis Temesch, die DJ 691, wird umfassend modernisiert. Die Bauarbeiten auf dem rund 29 Kilometer langen Abschnitt zwischen Bruckenau/Pichia{ und Aliosch/Alioș bis zur Grenze zum Kreis Arad haben begonnen. Das Projekt soll innerhalb von eineinhalb Jahren abgeschlossen werden und die Lebensqualität von rund 36.000 Menschen entlang der Strecke deutlich verbessern. Die Arbeiten werden vom österreichischen Baukonzern Strabag ausgeführt und mit europäischen Fördermitteln finanziert. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt mehr als 126 Millionen Lei. Die Finanzierung erfolgt über das Regionale West-Programm 2021–2027, ergänzt durch einen Eigenanteil der Temescher Kreisverwaltung von über 26 Millionen Lei.

Es handelt sich um die zweite Etappe der Modernisierung der DJ 691. Bereits zuvor war der Abschnitt zwischen Temeswar und Jahrmarkt/Giarmata über Dumbrăvița saniert und ausgebaut worden. Der nun in Angriff genommene Abschnitt beginnt an der Anschlussstelle zur Autobahn A1 und führt in Richtung Lippa/Lipova bis an die Kreisgrenze zu Arad. Die Straße bleibt dabei zweispurig mit je einer Fahrspur pro Richtung.

Die DJ 691 war über Jahre hinweg stark beschädigt worden, vor allem durch den intensiven Schwerlastverkehr aus den Kiesgruben im Nachbarkreis Arad. Künftig sollen zwei permanente Kontrollpunkte eingerichtet werden, an denen das Gewicht von Lastwagen überprüft wird. Geplant ist zudem der Einsatz moderner Video- und Messtechnik, um Überladungen automatisch zu erfassen, ohne den Verkehr anhalten zu müssen. Ziel ist es, die neu sanierte Straße langfristig zu schützen, erklärte der Vorsitzende des Temescher Kreisrats, Alfred Simonis.

Neben der Fahrbahnsanierung umfasst das Projekt zahlreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, darunter neue Fahrbahnmarkierungen, Beschilderung, Schutzplanken sowie die Beleuchtung besonders gefährlicher Abschnitte. In den Ortschaften Bruckenau, Fibisch/Fibiș, Blumenthal/Mașloc und Aliosch sind zudem Grünflächen vorgesehen. Außerdem sollen Plattformen für künftige Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Vorgesehen sind auch die Instandsetzung von zwei Brücken, die Erneuerung oder der Neubau von rund 55 Durchlässen, der Ausbau von Grundstückszufahrten und Bushaltestellen, die Neugestaltung von 98 Kreuzungen sowie der Bau eines neuen Kreisverkehrs. Hinzu kommen zwei Bahnübergänge mit entsprechender technischer Sicherung.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Wiederverwertung des bestehenden Asphalts. Das abgefräste Material wird direkt vor Ort recycelt und zu einem neuen Tragschichtmaterial verarbeitet, das zu etwa 50 Prozent aus wiedergewonnenem Asphalt und zu 50 Prozent aus neuem Gesteinsmaterial besteht. Damit sollen Rohstoffe geschont und die Umweltbelastung reduziert werden. Die Fertigstellung der modernisierten DJ 691 ist für Mitte 2027 vorgesehen.