Nationale Konferenz zur Organspende

Mediziner, Studierende und Institutionen diskutierten in Temeswar über Aufklärung, Verantwortung und die Bedeutung der Organspende

Temeswar – In Temeswar/Timișoara fand am 6. Mai die erste nationale Konferenz des Jahres zum Thema Organspende statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Ja zum Leben! Organspende – eine zweite Chance auf Leben“ wurde im Rahmen der landesweiten Kampagne „Cadoul Vieții“ (Deutsch: „Das Geschenk des Lebens“) organisiert. Die landesweite Initiative zur Förderung der Organspende durch Bildung, Transparenz und Zusammenarbeit zwischen medizinischen Einrichtungen und Universitäten zielt darauf, das Bewusstsein für Organspende zu stärken und die Bereitschaft zur informierten Entscheidung zu fördern. Initiatoren sind die Chirurgiestudenten-Gesellschaft in Rumänien gemeinsam mit der Nationalen Transplantationsagentur sowie mehreren medizinischen und akademischen Partnerinstitutionen aus Temeswar.

Die Konferenz fand in der Aula Magna der Universität für Medizin und Pharmazeutik „Victor Babeș“ Temeswar (UMFT) statt und brachte Mediziner, Studierende und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen. Ziel war es, über Organspende aufzuklären, Vorurteile abzubauen und die Bedeutung informierter Zustimmung hervorzuheben. Ein einziger Spender kann bis zu neun Menschenleben retten oder verändern. Renommierte Fachleute betonten die gesellschaftliche Bedeutung der Organspende.

Stelian Pantea, Präsident des UMFT-Senats, erklärte, Organspende bedeute Leben und müsse offen und verantwortungsvoll diskutiert werden. Auch Dr. Dorel S˛ndesc, Leiter des Temescher Kreiskrankenhauses bezeichnete Transplantationen als „Lektionen der Menschlichkeit, Verantwortung und Hoffnung“. Der Direktor der Nationalen Transplantationsagentur, Guenadiy Vatachki, erklärte, die Kampagne wolle das Thema aus der Tabuzone holen und zu einem natürlichen Bestandteil gesellschaftlicher Gespräche machen.

Besonders emotional war der Beitrag von Valentin Filipescu, dessen Tochter Ana dank einer Lebertransplantation gerettet werden konnte. Für die Familie sei die Transplantation „eine zweite Geburt“ gewesen, sagte er.