Neubauwohnungen, Stadtviertelsanierung, Glücksspiele-Aus

Kurzinformationen des Reschitzaer Vizebürgermeisters Daniel Călin zum aktuellen Stadtgeschehen

Reschitza – Anlässlich der „Standortübergabe“ des Reschitzaer Neustadtquartals Mikrorayon IV an das Konsortium von Baufirmen, die das vor rund 35 Jahren fertiggestellte Stadtviertel wieder auf Vordermann bringen sollen, beantwortete Vizebürgermeister Daniel Călin auch Fragen anwesender Journalisten. Dabei ging er nicht nur auf die aktuelle Investition von sieben Millionen Euro ein, hauptsächlich EU-Mittel, die anlässlich der „Standortübergabe“ startete.

In den vergangenen Tagen habe die Stadt die Neubauten der Wohnblocks in den Stadtvierteln Mociur und Stawilla abgenommen, an denen seit mehreren Jahren gebaut wurde: „Vom Umbau der ehemaligen Mikro-Wohnungen der beiden ehemaligen Jugendheime im Mociur-Viertel werden etwa 180 Personen profitieren, denen wir einigermaßen komfortable Sozialwohnungen anbieten können. Der nicht unkomplizierte Selektionsprozess dieser künftigen Nutznießer von faktisch Neubauwohnungen ist abgeschlossen. Und auch die 44 Blockwohnungen in den zwei Wohnblocks im Stawilla-Viertel haben inzwischen ihre Erstbesitzer, junge Familien. All diese Neubauwohnungen werden in den kommenden Tagen und Wochen bezogen.“ So Stadtvize Daniel Călin. Auf die Frage, wie die Stadtverwaltung angesichts der Vorgaben „von oben“ zu reagieren gedenkt hinsichtlich Verringerung des Personals, wiederholte Vizebürgermeister Daniel C˛lin einerseits eine Aussage von Bürgermeister Ioan Popa: Reschitza habe längst sein Verwaltungspersonal aufs minimale Optimum gebracht, kurze Zeit, nachdem das gegenwärtige Verwaltungsteam die Stadt übernommen habe, also vor zehn Jahren. Andrerseits sei die Lokalpolizei von Reschitza sowieso unterbesetzt: „In diesem Bereich kann bei uns von keiner Restrukturierung die Rede sein. Die vorgegebene Norm ist, dass auf 1200 Einwohner ein Lokalpolizist kommt. Wir haben 65-66 Lokalpolizisten. Also zu wenig.“

Zum in diesen Tagen vieldiskutierten Thema der Spielhöllen und deren Ausschluss aus dem Stadtbild – obwohl sie für die Ortschaften durch die anfallenden Steuern und Gebühren gewinnbringend sind – bestätigte der Reschitzaer Vizebürgermeister einmal mehr eine Aussage seines Chefs, die Ioan Popa bereits vor mehr als einem Jahr gemacht hat: „Die wollen wir nicht mehr in der Stadt sehen. Alles, was Glücksspiel heißt. Stätten, wo unsere Bürger ihr Geld verplempern, werden hier keinen Platz mehr haben!“ Und Daniel Călin gab mehrere Beispiele von Mitbürgern an, die sich an solchen Stätten ruiniert und ins Unglück getrieben haben. Die Stadtverwaltung sei bereit, Einkommensverluste im Gegenzug zur Schließung der Spielstätten hinzu nehmen. Das sei sie sich zugunsten des Schutzes der Bürger selber schuldig.

Obwohl nicht in seinem direkten Kompetenzbereich, bestätigte der Reschitzaer Bürgermeisterstellvertreter, dass sich die Stadt bereits auf die von der Regierung – als Folge des innerkoalitionären Drucks seitens von PSD und UDMR – beschlossenen Steuererleichterungen bei Immobilien, Grundstücken und Fahrzeugen umgestellt habe. Wer bereits seine Steuern beglichen hat, kann den überschüssigen Betrag als Vorschuss für 2027 bei der Stadt belassen oder zurückzufordern. Auf alle Fälle müssten, etwa im Fall der Immobiliensteuer, dem Finanzamt für das Alter der Immobilie Nachweise vorgelegt werden, wenn man Steuerreduzierungen von 15 oder 25 Prozent haben möchte. Im Falle von Immobilien, die älter sind als 50 Jahre, habe das Rathaus bereits von sich aus die Änderungen auf den Computern des Finanzamts vorgenommen.