Temeswar – Das Barometer der Lebensqualität in Temeswar/Timișoara, das im Jahr 2025 durchgeführt wurde, enthielt auch einen Sonderteil zum Thema Gesundheit. Die Studie analysierte das Gesundheitsverhalten, die Art und Weise, wie die Einwohner von Temeswar medizinische Dienstleistungen wählen, ihre Beziehung zum öffentlichen und privaten Gesundheitssystem sowie die Nutzung von Schularztpraxen. Die Daten deuten darauf hin, dass Gesundheit zu einem der sensibelsten Bereiche der Lebensqualität wird, insbesondere in einer Stadt, die sich in einem leichten demografischen Alterungsprozess befindet.
Laut der Studie der Temeswarer Stadtverwaltung geben acht von zehn Einwohnern der Stadt an, mit ihrer Gesundheit zufrieden zu sein. Die Studie ergänzt die Daten des Lebensqualitätsbarometers, das von einem Forscherteam der West-Universität durchgeführt wurde. Die Forscher führten zwischen Juni und November 2025 eine Meinungsumfrage durch. Die Stichprobe umfasste 2511 Personen über 18 Jahre aus der Stadt und wurde nach Geschlecht und Alter geschichtet. Die Fehlermarge beträgt ±2 %. Die Daten wurden sowohl persönlich (1319 Befragte) als auch online (1192 Befragte) erhoben.
Die aktuellen Daten liefern ein umfassenderes Bild davon, wie die Einwohner von Temeswar ihre Gesundheit und den Zugang zu medizinischen Leistungen wahrnehmen. Die Ergebnisse dienen der Stadtverwaltung somit als Grundlage für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und die Priorisierung von Investitionen im Städtischen Krankenhaus, im Louis-Țurcanu-Kinderkrankenhaus und im Victor-Babeș-Krankenhaus. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Mehrheit der Einwohner als gesund wahrnimmt. Viele geben an, keine gesundheitlichen Probleme zu haben oder bereits diagnostizierte Erkrankungen gut im Griff zu haben. Die Studie zeigt jedoch auch deutliche Unterschiede zwischen den Generationen: Junge Menschen geben viel häufiger an, keine gesundheitlichen Probleme zu haben, während ältere Menschen häufiger wegen chronischer Erkrankungen behandelt werden.
Die Daten zeigen auch, wie die Einwohner von Temeswar mit dem Gesundheitssystem in Kontakt treten. Für mehr als die Hälfte der Befragten ist der Hausarzt nach wie vor die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen. Fast jeder fünfte Einwohner von Timișoara sucht direkt eine Privatklinik auf. Bei der Wahl medizinischer Leistungen nannten die Befragten vor allem die Professionalität des medizinischen Personals und die Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen als Kriterien.
Die Studie unterstreicht zudem die Bedeutung der Prävention. Höher gebildete Menschen gehen häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen zum Arzt. Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau hingegen suchen häufiger einen Arzt auf, um bereits begonnene Behandlungen fortzusetzen. Die Daten zeigen, wie wichtig korrekte Informationen und der Zugang zu Präventionsmaßnahmen für die Gesundheit der Bevölkerung sind. Die Temeswarer nutzen sowohl öffentliche als auch private Gesundheitsdienste. Private Dienste werden von den Befragten etwas besser bewertet, dennoch greifen die meisten Einwohner von Temeswar, insbesondere ältere Menschen, bei medizinischer Versorgung weiterhin auf das öffentliche System zurück.
Die Ergebnisse der Studie liefern der lokalen Verwaltung und den medizinischen Einrichtungen eine wertvolle Grundlage für Entscheidungen und Investitionen, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen. Die Daten sind u.a. auf der Webseite des Bürgermeisteramts primariatm.ro oder auf der Homepage der West-Uni uvt.ro abrufbar.





