Temeswar – Die Temeswarer Kommunalverwaltung plant, Glücksspielhallen künftig aus Wohngebieten und aus der Nähe von Schulen zu verbannen und stattdessen in wenigen, klar definierten Zonen zu konzentrieren. Erste Änderungen könnten allerdings frühestens im kommenden Jahr spürbar werden.
Wie Bürgermeister Dominic Fritz den Medien gegenüber erklärte, gibt es derzeit 173 Standorte in der Stadt, die über eine Genehmigung der nationalen Glücksspielbehörde verfügen. Bisher werden diese Lizenzen ausschließlich auf nationaler Ebene erteilt. Künftig soll jedoch zusätzlich eine lokale Genehmigung erforderlich sein, wodurch die Stadt den Standort der „Păcănele“-Läden stärker regulieren kann.
Besonders problematisch sei die aktuelle Verteilung der Spielhallen. Nach Angaben des Bürgermeisters befinden sich etwa drei Viertel der Einrichtungen in einem Umkreis von 500 Metern um Schulen. Für die Stadt sei daher der Schutz von Kindern und Jugendlichen ein zentraler Ausgangspunkt für die geplanten Maßnahmen.
Ein vollständiges Verbot von Glücksspiel plant die Stadt jedoch nicht. Stattdessen sollen Spielhallen künftig nur noch in zwei oder drei speziell ausgewiesenen Bereichen der Stadt erlaubt sein. Denkbar seien Straßen in Industriegebieten, wo sich auch andere Aktivitäten konzentrieren könnten, die nicht in Wohnviertel passen.
Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung daran, geeignete Standorte zu identifizieren und die entsprechenden Regelungen vorzubereiten. Da bestehende Genehmigungen rechtlich nicht sofort entzogen werden können, wird mit einer Übergangsphase von bis zu einem Jahr gerechnet.
Die Idee, bestimmte Freizeit- und Nachtaktivitäten in eigenen Stadtzonen zu bündeln, ist in Temeswar/ Timișoara nicht neu. Bereits vor rund zehn Jahren war ein ähnliches Konzept diskutiert worden, es wurde jedoch bislang nicht umgesetzt.




